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Oculus Rift: BBC Earth veröffentlicht interaktive VR-Dokumentation

von Matthias Bastian6. April 2017

Gemeinsam mit Oculus versucht sich BBC Earth an einem neuen Format: der interaktiven Tierdoku. Der erste Versuch ist spannend.

In Oogie schlüpft man in die Rolle des gleichnamigen Bombardierkäfers. Der trägt seinen Namen nicht umsonst, denn er kann sich gegen Fressfeinde mit einer säureähnlichen Substanz wehren, die er aus seinem Hinterteil versprüht.

Der Zuschauer nimmt das Gamepad in die Hand und steuert Oogie wie in einem Videospiel durch eine minimalistisch gerenderte Landschaft. Der Käfer hat zwei Ziele: Fressen und ein Weibchen jagen. Seine Aufgabe ist es, den Duftspuren des Weibchens zu folgen und dabei Ameisen aus dem Weg zu räumen.

Interaktives Lernen mit der VR-Brille

Der spielerische Anteil ist bewusst einfach gehalten, sodass man die Informationen auf der Tonspur gut aufnehmen kann und nicht damit ausgelastet ist, komplexe Bewegungsmanöver auszuführen. Der eigentliche Lerntrick besteht darin, dass man die Fähigkeiten von Oogie kennenlernt, indem man sie virtuell so einsetzt, wie der Käfer es in seinem realen Käferleben tun würde.

Ergänzend sind in den insgesamt drei Kapiteln Videodateien versteckt. Sammelt man die Clips ein, schaltet man eine 2D-Dokumentation frei, die man in einem virtuellen Kino ansehen kann.

Die zeigt im klassischen Stil von BBC Earth bildgewaltige Nahaufnahmen des realen Oogies. Zu diesem Zeitpunkt ist man bereits vertraut mit dem Verhalten des digitalen Gegenstücks, sodass es umso spannender ist, die extrem detaillierten Naturbilder zu betrachten.

Zwar können auch Erwachsene bei Oogie etwas über seltene Käferarten lernen, der Präsentation nach zu urteilen richtet sich die App aber an eine jüngere Zielgruppe. Für Schüler dürfte der Mix aus Spiel- und Lernerlebnis eine kleine Offenbarung sein. Unterhaltsam ist Oogie allemal.

Oogie ist für 2,99 Euro bei Oculus Home exklusiv für Oculus Rift erhältlich.

| Featured Image: BBC Earth

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