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Oculus Rift: Begrenzung der Trackingfläche visualisieren

von Matthias Bastian22. Juni 2016

VR-Enthusiasten der zweiten Stunde kennen den virtuellen Oculus-Schreibtisch aus dem Effeff. Anhand der Szene visualisierte Oculus VR das neue Trackingsystem des zweiten Entwicklerkits.

Für viele VR-Nutzer war das wohl die erste Begegnung mit Raumtracking überhaupt und ein erster Wow-Moment. Die Demo war aber nicht nur reine Zierde, sondern auch äußerst praktisch: Sie zeigte nämlich exakt die Begrenzungen des Trackingbereichs an, anhand derer man die Infrarotkamera optimal auf den Sitzplatz ausrichten konnte, um stets im Sichtfeld zu bleiben. Leider wurde das Feature für die finale Version der Oculus-Rift-Brille gestrichen. Stattdessen gibt es nun eine Art Scanvorgang, der aber die Begrenzung der Trackingfläche nicht mehr anzeigt.

Wie gut, dass es eine VR-Community gibt: Ein Hobbyentwickler hat den VR-Schreibtisch samt Trackingvisualisierung für Oculus Rift CV1 portiert. Den Download gibt es hier, eine Anleitung hier. Wer die alte DK2-Trackingkamera noch kennt, wird sofort den enormen Weitwinkel des neuen Trackingsystems bemerken. Bei rund anderthalb Metern Abstand dürfte es – außer bei Room-Scale-VR – sowohl im Sitzen als auch im Stehen ziemlich unmöglich sein, noch aus dem Sichtfeld der Kamera zu verschwinden. Sitzt man allerdings unmittelbar vor der Kamera, kommt man den seitlichen Begrenzungen der Trackingfläche wie gehabt recht nahe. Bei der Positionierung der Kamera sollte man also auf einen ausreichenden Abstand achten. Zu weit weg ist allerdings auch keine gute Idee, denn bei einer größeren Entfernung kann die Präzision des optischen Trackings leiden.

Falls man gesteigerten Wert darauf legt, in den virtuellen Umgebungen herumzulaufen (Farlands, Dreamdeck), sollte man die Kamera etwas höher positionieren. Das lässt sich mit einem Stativ oder einer Wandbefestigung relativ einfach bewerkstelligen. Oculus VR hat mitgedacht und liefert den Kamerakopf mit einer standardmäßigen 1/4-Schraube aus, die sich mit einem gängigen Stativgewinde verschrauben lässt. Eine Anleitung zur Demontage der Kamera gibt es hier.

Der Entwickler der Schreibtischszene kündigte bereits Unterstützung für eine zweite Trackingkamera an, die standardmäßig mit den Oculus-Touch-Controllern im Herbst ausgeliefert wird. Für Room-Scale-Fans ist die App dann Gold wert, um die beiden Kameras optimal im Raum zu positionieren und die Trackingfläche zu maximieren.

| Featured Image: Philpax