Update vom 13. Januar 2018:

Brass Tactics erscheint wie geplant am 22. Februar und kann ab sofort im Oculus Store vorbestellt werden. Vorbesteller erhalten 15 Euro Rabatt und zahlen 25 statt 40 Euro.

Die Entwickler kündigen zudem eine kostenlose Demo des Spiels an. Sie heißt “Brass Tactics Arena” und erscheint am 15. Februar. Wer sie ausprobieren möchte, muss sich auf der offiziellen Internetseite anmelden.

Das fertige Spiel bietet dutzende Einheiten und Upgrades für Armeen, eine sechsstündige Einzelspielerkampagne und mehr als 20 detaillierte Spielkarten. Wer gegen den Computer spielen will, kann gegen drei KIs mit unterschiedlichen Persönlichkeiten antreten.

Mehr Informationen zum Spiel gibt es im Artikel unten.

Update vom 6. Oktober 2017:

Das Erscheinungsdatum von Brass Tactics wurde auf den 22. Februar 2018 verschoben. Die Entwickler schreiben, dass sie sich mehr Zeit lassen wollen, um dem Strategiespiel mehr Einheiten und Ausbaustufen hinzuzufügen. Mehr Informationen gibt es im Oculus-Blog.

Ursprünglicher Artikel vom 31. Mai 2017:

Brass Tactics bringt Echtzeitstrategie in die Virtual Reality

“Brass Tactics” ist ein Exklusivtitel für Oculus Rift, der im Herbst 2017 erscheinen soll. Federführender Designer ist der Schöpfer des RTS-Klassikers “Age of Empires II”.

Echtzeitstrategie gehört zu den komplexeren Computerspielegenres. Das punktgenaue Steuern von Einheiten und das Navigieren durch Menüs setzt fast schon voraus, dass man eine Maus und Tastatur einsetzt. Das ist mit ein Grund, weshalb das Genre auf Konsolen stets ein Nischendasein führte. Doch wie steht es um Virtual Reality? Ist das neue Medium besser geeignet für eine Umsetzung von Echtzeitstrategiespielen?

Das herauszufinden, ist die Aufgabe von Mark Terrano, der mit Age of Empires II eines der besten Echtzeitstragiespiele aller Zeiten schuf. Sein Grundkonzept für die Übertragung des Genres in die Virtual Reality ist ebenso einfach wie genial: Brass Tactics simuliert ein Tabletop-Spielerlebnis, bei dem man um einen Tisch herumsteht und mit der Hand Spielzüge macht. Auf dem Tisch ist eine Miniaturwelt mit Gebäuden und Einheiten ausgebreitet.

Rund sechs Monate soll das Studio allein darauf verwendet haben, mit der Steuerung und Bewegung zu experimentieren. Während dieser Zeit ersann das Team 30 verschiedene Methoden, den Tisch zu bewegen. Im Spiel kann man den Spieltisch mit Oculus Touch frei positionieren, sodass man sich ebenso schnell einen Überblick über die Gesamtsituation verschaffen wie in einzelne Gefechte hineinzoomen kann.

Eine physische Spielerfahrung

Um die Spieler in der Virtual Reality nicht zu überfordern, reduzierte Terrano die Komplexität des Spiels auf das Wesentliche. “Die Strategiespiele funktionieren deshalb nicht auf Konsolen, weil sie viele Dinge beibehalten, ohne sie neu zu erfinden. Virtual Reality war eine Gelegenheit, dies ohne Text-Interface zu tun. Alles ist physisch, alles kann man berühren”, sagt Terrano gegenüber Upload VR.

Um Einheiten auszuwählen zeichnet man mit den Controllern ein Rechteck auf den Boden und zeigt danach mit dem Finger, wohin sie sich bewegen sollen. Um einen Außenposten zu errichten, öffnet man die Handfläche, um eine Reihe von Bauoptionen anzuzeigen. Hat man sich für ein Gebäude entschieden, greift man mit der freien Hand danach und platziert es auf dem Spielfeld.

Brass Tactics wird drei Spielmodi bieten: Eine Kampagne, einen Koop-Modus gegen drei unterschiedliche Typen von KI und einen kompetitiven Mehrspielermodus. In letzterem wird man mit dem Gegner am selben virtuellen Tisch spielen und seinen Avatar sehen. “Das ist nicht etwas, was du in einem traditionellen Echtzeitstrategiespiel zu sehen bekommst”, sagt Terrano gegenüber Polygon. “Es erhöht die emotionale Anspannung, wenn du jemanden etwas in der anderen Ecke des Tisches tun siehst.”

Brass Tactics soll im Oktober 2017 exklusiv für Oculus Rift erscheinen.

| Featured Image: Hidden Path Entertainment | Source: Upload VR / Polygon

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