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Oculus Rift: “Chronos ist wie Zelda auf VR-Steroiden.”

von Matthias Bastian7. März 2016

Das VR-Spiel “Chronos” erscheint pünktlich und exklusiv zum Launch der Oculus-Rift-Brille Ende März – also bereits in rund drei Wochen. Eine Veröffentlichung für HTC Vive oder Playstation VR schließt das Entwicklerstudio Gunfire Games kategorisch aus, denn “Chronos” wurde maßgeblich von Oculus VR finanziert.

Gunfire Games arbeitete zuvor gemeinsam mit Oculus VR am mobilen VR-Spiel “Herobound” für Samsung Gear VR. Das Angebot von Oculus VR, einen exklusiven Launchtitel für Oculus Rift zu entwickeln, kam nach der erfolgreichen Zusammenarbeit im April 2015; wenn “Chronos” Ende März auf den Markt kommt, war es also kaum ein Jahr in Entwicklung. Für ein Spiel, das von Grund auf für ein neues Medium konzipiert wurde, ist das sehr wenig Zeit. Dennoch verspricht Oculus-Rift-Erfinder Palmer Luckey bei Twitter, dass der Exklusivtitel mehr Tiefe haben soll als alle anderen Spiele, die gerade speziell für die virtuelle Realität entwickelt werden. “Chronos ist wie das originale Legend of Zelda auf VR-Steroiden”, schreibt Luckey.

Dafür, dass es sich um einen Exklusivtitel handelt, der bereits in drei Wochen erscheinen soll, ist noch erstaunlich wenig über “Chronos” bekannt. In der Tat erinnern die bisher gezeigten Spielszenen aber stark an die Klassiker-Serie aus dem Hause Nintendo. Die Handlung ist denkbar einfach und erzählt die klassische “Hero’s Journey”: Der Held oder die Heldin, das Geschlecht kann man beim Spielstart wählen, bekommt die Aufgabe, einen Drachen zu töten, der auf der Spitze eines labyrinthartigen Turmes lebt. Anstatt eines Prinzen oder einer Prinzessin soll er oder sie aber gleich die ganze Welt retten. Für dieses Abenteuer hat der Charakter im Spiel ein Jahr Zeit.

Ganz so simpel soll die Story im Verlauf des Spiels aber nicht bleiben, Entwickler David Adams von Gunfire Games verspricht einige Überraschungen: “In der Spielwelt geht deutlich mehr vor sich, als der Charakter im Spiel das weiß.” Ein besonderer Spielmechanismus in Chronos ist, dass der eigene Charakter im Spielverlauf altert. Scheitert der Spieler zu oft an Gegnern und Rätseln, stirbt das virtuelle Alter Ego früher oder später an Altersschwäche, wenn man keine entsprechenden Gegenmaßnahmen einleitet.

Ähnlich wie beim großen Zelda-Vorbild wird auch der Hauptcharakter in Chronos aus der dritten Perspektive gesteuert. “Wir wollten kein Spiel machen, bei dem den Spielern übel wird. Das wirkt zwar wie ‘auf Nummer sicher gehen’, aber 3rd-Person in Virtual Reality ist ziemlich cool”, sagt Adams. “Man fühlt sich so, als wäre man physisch vor Ort, das ist unabhängig von der Kameraperspektive.” Der Immersion und dem Gefühl von Präsenz soll die reine Zuschauerperspektive laut Adams nicht im Wege stehen.

Wer sich nun kurzfristig dazu entschließt, doch noch eine Rift-Brille vorzubestellen, wird sich bis zur Auslieferung ein wenig gedulden müssen: Oculus Rift ist bereits bis Juli ausverkauft. Vorbestellungen werden aber noch bis zum offiziellen Launch am 28. März direkt auf der Webseite von Oculus VR angenommen. Im Vorbestellerpaket kostenlos enthalten sind die beiden VR-Spiele “EVE: Valkyrie” und “Luckey’s Tale”.

| VIA: VRFocus
| FEATURED IMAGE: Gunfire Games / Chronos