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Oculus Rift: Die Magie körperlicher Präsenz – “The Tower” ausprobiert *Gewinnspiel beendet*

von Tomislav Bezmalinovic15. August 2017

Vor kurzem erschien das deutsche VR-Spiel “The Tower” für Oculus Rift. Es wartet mit einem ungewöhnlichen Spielkonzept auf, das ein starkes Gefühl physischer Präsenz hervorruft. Ivo Heckmann vom Münchner VR-Studio Headroom One sprach mit VRODO über das Design des Spiels.

In dieser Welt bewege ich mich nicht, sondern werde bewegt: Ich stehe auf einem schmalen Förderband, das mich von einer Höhle am Boden nach und nach an einer Vielzahl tödlicher Hindernisse und Fallen vorbei in schwindelerregende Höhen trägt, während über dem Tal allmählich die Sonne aufgeht.

Bis ans Ende meiner Reise muss ich Kettensägen, Kanonenkugeln, Hämmern ausweichen, mich zusammenkauern, springen und über Abgründe hangeln. Ich gewinne zum ersten Mal eine ungefähre Vorstellung davon, wie sich Super Mario gefühlt haben muss, als er durch die alten 2D-Welten hüpfte und frage mich, ob er dabei unter Existenzängsten litt.

Der Mehrwert von Virtual Reality

Die Grafik des Spiels ist einfach gehalten. Die Umgebung erscheint im stilisierten Polygon-Look und erinnert gleichfalls an die Mario-Spiele, die die Welt nie realistisch abbilden, sondern als gewaltigen Hindernisparcours und Spielplatz inszenieren wollten. Da mein Körper besonders stark in die VR-Erfahrung eingebunden ist, fühle ich mich hier dennoch physisch anwesender als in den meisten anderen VR-Titeln.

Das Spielkonzept von The Tower wurde von Ivo Heckmann entwickelt und von seinem Team umgesetzt. Die Idee zum Spiel kam ihm Ende 2016, als er mit vielen VR-Erfahrungen unzufrieden war: “Entweder man steht herum und schießt oder man bewegt sich ähnlich fort wie in herkömmlichen Computerspielen”, sagt Heckmann zu VRODO.

Damit Virtual Reality erfolgreich sein kann, müsse sie einen Mehrwert bieten: “Es ist wichtig, Erfahrungen zu schaffen, die erst durch Virtual Reality möglich werden. Dem Nutzer muss etwas geboten werden, ansonsten macht er sich nicht die Mühe, sich ein teures Gehäuse zu kaufen und vors Gesicht zu klemmen”, meint Heckmann.

Weitere Welt geplant, HTC-Vive-Version angekündigt

Mit “The Tower” sollte man unter körperlichem Einsatz Abenteuer bestehen, die sich natürlich und aufregend anfühlen, ohne dass einem dabei schlecht wird. Weil der Pfad durch das Spiel vorgegeben ist, haben die Entwickler die Möglichkeit, durch Hindernisse und Fallen gezielt auf die Aktionen und Bewegungen des Spielers Einfluss zu nehmen.

So konnten sie eine Choreografie der Bewegungsabläufe schreiben, die für maximale körperliche Intensität sorgt und steuern, was der Spieler zu sehen bekommt. “Er sollte nicht ständig zwischen zwei Punkten hin- und herlaufen, sondern die Orte aus verschiedenen Perspektiven sehen.”

The Tower ist momentan im Early-Access-Status. Heckmann stellt für die Zukunft eine weitere Welt in Aussicht, die jedoch einen anderen Ansatz verfolgt. “Wir müssen noch sehen, ob unser Konzept funktioniert und bei den Spielern ankommt”, sagt Heckmann.

Das VR-Spiel ist im Oculus Store erhältlich und kostet 4,99 Euro. Für The Tower ist ein Room-Scale-Setup mit drei Sensoren empfohlen. Besitzer von HTC Vive werden das Spiel demnächst ebenfalls ausprobieren können. Laut Heckmann läuft derzeit die Testphase für eine HTC-Vive-Version, die “sehr bald” bei Steam erscheinen soll.

VRODO-Gewinnspiel

Headroom One hat VRODO sechs Keys für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt.

Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, schreibt eine E-Mail an tomislav at vrodo.de mit dem Betreff “The Tower”. Die Teilnahme ist möglich bis Mittwoch, den 16. August 2017, 20 Uhr. Die Gewinner werden per Zufallsprinzip ausgewählt und erhalten eine E-Mail mit dem Key.

| Featured Image: Headroom One

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