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Oculus Rift: Facebook spendiert Spaces neue Desktop-Sharing-Funktion

von Matthias Bastian22. September 2017

Update vom 22. September 2017:

Die Desktop-Sharing-Funktion verlässt die Experimentierphase und rollt für alle Spaces-Nutzer aus. Bislang hatten nur Beta-Nutzer Zugriff. Mit der Funktion stehen alle herkömmlichen PC-Anwendungen in der Virtual Reality zur Verfügung und können dort mit anderen Nutzern geteilt werden, dazu gehören beispielsweise Videos, Spiele oder Präsentationen.

Ursprünglicher Artikel vom 20. August 2017:

Oculus Rift: Facebook spendiert Social-VR-App Spaces neue Funktionen

Nach der Veröffentlichung von Facebooks Social-App Spaces im vergangenen April ist es still geworden um die Anwendung. Die Entwicklung läuft jedoch kontinuierlich weiter. Jetzt gibt es zwei neue Funktionen: Text-Chat und Screensharing.

Die erste neue Funktion ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die man bereits ab Launch erwartet hätte: Facebook reicht den Text-Chat des hauseigenen Messengers nach. Bislang waren Spaces-Nutzer etwas unflexibel auf Video- und Voice-Chat beschränkt, um mit Facebook-Nutzern außerhalb der Virtual Reality in Kontakt zu treten. Textnachrichten konnten zwar empfangen, aber nicht mit Text beantwortet werden.

Über eine virtuelle Tastatur kann man jetzt Nachrichten an Kontakte schreiben und verschicken. Das Tippen auf der Digitaltastatur funktioniert erstaunlich flüssig und flott. Allerdings ist man auf zwei ausgestreckte Zeigefinger begrenzt.

Neben der Option zum Video-Chat kann man jetzt gewöhnliche Textnachrichten an Messenger-Nutzer senden. BILD: VRODO

Neben der Option zum Videochat kann man jetzt gewöhnliche Textnachrichten an Messenger-Nutzer senden. BILD: VRODO

Tippen auf der virtuellen Tastatur mit dem Zwei-Finger-Suchsystem. Bild: VRODO

Tippen auf der virtuellen Tastatur mit dem Zwei-Finger-Suchsystem. Bild: VRODO

Facebook Spaces jetzt mit Screensharing-Funktion

Deutlich spannender ist das zweite neue Feature: Ab sofort können Spaces-Nutzer ihren Desktop miteinander teilen. Dafür hat Facebook ein neues Werkzeug entwickelt, das unter der “Tools”-Sektion zu finden ist.

Greift man den virtuellen Screen, wird automatisch der aktuelle Desktop darin eingeblendet. Mit einem virtuellen Stift kann man den Mauscursor über den Desktop bewegen und die normale Windows-Oberfläche samt aller Programme wie gewohnt nutzen. Texteingaben erledigt man über die virtuelle Tastatur.

Virtual-Reality-Nutzer können jetzt Textnachrichten an den Facebook Messenger senden und in Spaces ihren Desktop teilen.

Auf diesem virtuellen Monitor kann man seinen gewöhnlichen Windows-Desktop anzeigen. BILD: VRODO

Legt man die Desktop-Projektion in die Tischmitte, wird sie als große Leinwand und gut sichtbar für alle Spaces-Nutzer dargestellt. Das erhöht die Flexibilität bei VR-Meetings deutlich, da man jetzt beispielsweise Powerpoint-Präsentationen einblenden oder gemeinsam auf Webseiten surfen kann. Zuvor war man auf den engen Funktionsumfang der Spaces-App beschränkt.

In Kombination mit dem neuen Live-Streaming-Feature, das Mitte Juni vorgestellt wurde, ergeben sich so interessante neue Anwendungsszenarien für Spaces, bei denen sowohl VR-Brillenbesitzer als auch Monitornutzer eingebunden werden können.

Bevor die Screensharing-Funktion allerdings nützlich in den Arbeitsalltag integriert werden kann, müssen zuvor die Auflösung der VR-Brille, die Performance der Software und die Interfaces verbessert werden.

| Featured Image: VRODO

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