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Oculus Rift: Facebook sucht neuen Eye-Tracking-Spezialisten

von Matthias Bastian11. April 2017

Facebook bereitet sich auf die nächste Generation räumliche Computer vor. Eine Stellenausschreibung zeigt, dass Eye-Tracking eine entscheidende Rolle spielen wird.

Eye-Tracking ist potenziell die eierlegende Wollmilchsau-Technologie für räumliche Computer. Die Blickerfassung ermöglicht neue Arten von Interfaces und Rendermethoden, die nur einen Bruchteil der heutigen Rechenleistung benötigen. Außerdem erweitert Eye-Tracking die Kommunikation in virtuellen Welten um eine wichtige soziale Komponente: Augenkontakt.

Für den Standort in Menlo Park, dort sitzen die Oculus-Ingenieure und bauen konkrete Produkte, sucht Facebook einen Spezialisten für Computer Vision und speziell Eye-Tracking. Er oder sie soll Algorithmen für die Blickerfassung entwickeln, die “mit allen Oculus-Produkten” kompatibel sind und die “Virtual Reality von einem Traum in Realität verwandeln”.

Ein weiterer Arbeitsbereich sind neue Verfahren bei der Computer Vision und deren Zusammenspiel mit Eye-Tracking sowie die Auswertung der Daten, die bei der Blickerfassung anfallen.

Potenzielle Bewerber brauchen neben einem PhD oder einer vergleichbaren Qualifikation mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Bereich der Algorithmenentwicklung für das maschinelle Sehen, 3D-Rekonstruktion, SLAM, Tracking, Objekterkennung und Renderverfahren sowie der Programmiersprache C++.

Facebook sucht weltweit die besten Computer-Vision-Spezialisten

Ende letzten Jahres übernahm Facebook zwei Unternehmen, die sich intensiv mit Computer Vision und Eye-Tracking befassen. “Eye Tribe” aus Dänemark brachte ein günstiges Eye-Tracking-Gerät für PCs auf den Markt. Interessanter ist wohl die dazugehörige Software, die als Blickinterface für Smartphones und VR-Brillen dienen könnte.

Ebenfalls zu Facebook gehört seit Dezember 2016 “Zurich Eye”, ein Forschungsunternehmen für Computer Vision, das eng angebunden ist an die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) und die Universität Zürich.

Oculus’ Cheftechniker Michael Abrash prognostiziert, dass Eye-Tracking und das leistungssparende Renderverfahren “Foveated Rendering” innerhalb der nächsten fünf Jahre vollständig einsatzbereit sein werden.

Zuvor müssten bestehende Grafikschnittstellen komplett überarbeitet und die Präzision von Eye-Tracking-Hardware optimiert werden. Abrash geht davon aus, dass mit aktiver Blickerfassung nur mehr ein Zehntel der üblichen Rechenleistung benötigt wird.

| Featured Image: Oculus VR / Facebook

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