Mit Masterworks geht eine neue kostenlose VR-App an den Start, die die Virtual-Reality-Reise an historische Orte ermöglicht. Diese sind detailgetreu in 3D rekonstruiert und räumlich begehbar.

Die historischen Stätten in Masterworks wurden mittels Photogrammetrie umgesetzt, einem technisch aufwendigen und anspruchsvollen Produktionsverfahren, bei dem hunderte oder sogar tausende hochauflösende Fotos zu einem virtuell begehbaren Ort zusammengesetzt werden. Hinter der App steckt das Non-Profit-Unternehmen Cyark, das sich schon seit 2003 damit befasst, bekannte und historisch relevante Orte digital für die Nachwelt zu konservieren.

In der jetzt neu erschienen Virtual-Reality-App für Oculus Rift und Samsung Gear VR kann sich der VR-Besucher virtuell an vier historische Denkmäler und Ausgrabungsstätten transportieren. Am bekanntesten ist wohl das Mount Rushmore National Memorial, bei dem man unter den gigantischen Nasenlöchern von George Washington abhängen darf. Versucht das mal in der Realität.

Weitere Orte sind eine antike Ausgrabungsstätte in Thailand, ein Tempel im Hochland von Peru aus der Vorinkazeit und die Klippenwohnungen im Nationalpark Colorado.

Geniale 360-Grad-3D-Panoramen in Kombination mit Photogrammetrie

Die Photogrammetrie-Szenen sind visuell auf einem guten Niveau und werden an einigen Stellen durch gestochen scharfe, stereoskopische 3D-360-Grad-Panoramen ergänzt. In Kombination verschaffen diese beiden Ansichten einen guten Eindruck des realen Ortes – stelle ich mir zumindest vor, denn ich war ja noch nicht dort.

Wer mehr über das erfahren will, was er da virtuell erkundet, findet in den Photogrammetrie-Szenen verstreut Tonaufnahmen von Archäologen und Wissenschaftlern, die Details zur Umgebung verraten. Cyark hat den Trip dezent gamifiziert und zählt im Hintergrund mit, ob die Nutzer alle Tonaufnahmen und Panoramen entdecken konnten.

Cyark-Geschäftsführer John Ristevski beschreibt Masterworks als “wichtigen Schritt, um Interesse und Neugierde für unsere gemeinsame Geschichte zu wecken”. Nur wenige Menschen hätten die Möglichkeit, rund um den Globus zu fliegen und solche historischen Orte in der Realität zu besuchen. VR sei das “perfekte Werkzeug”, um den Zugang zu Geschichte zu demokratisieren.

Wer mehr Details über den Produktionsprozess erfahren will, findet hier ein ausführliches Interview (englisch) mit den Machern der Anwendung.

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