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Oculus Rift: Home unterstützt ab sofort kostenlose Probeversionen

von Matthias Bastian12. August 2017

Wer sich beim Kauf von VR-Apps schon das ein oder andere Mal über unausgereifte Software ärgerte, dürfte sich über ein neues Sicherheitsnetz bei Oculus Home freuen.

Das “Free to try”-Feature ist offenbar nicht standardmäßig für jede Anwendung vorgesehen, sondern muss von Entwicklern zuvor aktiviert werden. Als Pilotprojekt hält “Defense Grid 2” für Samsung Gear VR her.

Interessierte können vor dem Kauf das komplette erste Kapitel des Spiels ausprobieren. Um das vollständige Spiel freizuschalten, ist nur ein kleines Update notwendig.

Laut dem Entwickler des Spiels ist das kostenlose Probeangebot eine neue Funktion, die gerade für den Oculus Store ausgerollt wird. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis weitere Entwickler nachziehen und ihre App mit einer Probierphase nachrüsten.

Gegenüber herkömmlichen Demos hat die “Free to try”-Methode einen wesentlichen Vorteil: Entwickler müssen nicht parallel eine Demo-Version programmieren und pflegen und Nutzer können immer die aktuellste Version der Software antesten.

Speziell bei Virtual Reality ist die Funktion sinnvoll, um die Verträglichkeit der im Spiel angewandten Fortbewegungsmethode auszuprobieren. Nichts ist frustrierender als eine App zu bezahlen, die man anschließend nicht gut verträgt.

Mangelnde Preistransparenz

Die Namensgebung ist im “Free to try”-Modus noch nicht ganz ausgereift. So steht auf dem Kauf-Button “Kostenlos”, was bislang bedeutete, dass die komplette Anwendung frei verfügbar ist. Der vollständige Preis ist erst einsehbar, wenn das Demokapitel beendet wurde.

Der Entwickler von “Defense Grid” räumt die mangelnde Transparenz ein: Es gehe jedoch nicht darum, Spieler zuerst zu locken und dann zur Kasse zu bitten. Derzeit habe Oculus einfach noch keine andere Lösung vorgesehen.

Als Kompromiss steht der Hinweis auf dem Titelbild sowie im Begleittext.

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