Tpcast und Intel bekommen Konkurrenz: Das auf Cloud-Anwendungen spezialisierte Unternehmen Sixa bringt einen weiteren Drahtlosadapter auf den Markt, der sowohl HTC Vive als auch Oculus Rift und wohl auch weitere PC-Brillen unterstützt.

Sixas Drahtlosadapter setzt auf ein selbst entwickeltes Kompressionsverfahren, das einen Datenstrom verlustfrei von zehn Gigabit auf 40 MBit reduzieren können soll. Entsprechend soll ein herkömmliches 2.4 GHz Wlan-Netz die VR-Daten drahtlos an eine Virtual-Reality-Brille übertragen können.

Im August verkündete Sixa, dass das Gerät vorerst nicht ausgeliefert würde und erstattete Vorbestellern den Einkaufspreis. Als Grund nannte das Unternehmen Probleme bei der Zertifizierung der Hardware. Diese konnten offenbar erfolgreich gelöst werden, denn der Drahtlosadapter soll jetzt im März erscheinen.

Sixa hat die Vorbestellungen auf der eigenen Webseite wieder geöffnet: Eine Gürteleinheit kostet 200 US-Dollar, die Variante mit Kopfhalterung liegt bei 210 US-Dollar. Die Standardbatterie hält drei Stunden und ist im Adapter integriert. Eine bessere Batterie mit sechs Stunden Laufzeit kostet zusätzlich 50 US-Dollar.

Sixa möchte für den Anfang 4.000 Einheiten von Rivvr produzieren und verkaufen. Laut ersten Testberichten eines älteren Prototyps ist die Bildqualität auf kabelniveau mit gelegentlichen Aussetzern. Die Latenz soll jedoch zum Teil etwas erhöht sein. Zur Verzögerung existieren widersprüchliche Aussagen, je nach Tester und Testumgebung.

Wann wird Playstation VR die Kabel los?

Derzeit sind Drahtlosadapter für Oculus Rift und HTC Vive nur vom chinesischen Hersteller Tpcast erhältlich. Ein Intel-Adapter für HTC Vive und Vive Pro soll im dritten Quartal 2018 erscheinen.

Für Playstation VR gibt es noch keine Drahtloslösung, allerdings ist eine in Sicht: Im vergangenen Dezember kündigte das israelische Streaming-Unternehmen Amimon einen Allzweck-Adapter für VR- und AR-Brillen an, der im 5-GHz-Netz mit hoher Reichweite und sogar durch Wände funken können soll.

Das Unternehmen verspricht VR- und AR-Streaming in UHD-Auflösung für bis zu acht Geräte gleichzeitig. 2K-Streams können laut Amimon mit 90 Bildern pro Sekunde oder in 1080p bei 120 Bildern pro Sekunde bei sehr geringer Latenz übertragen werden.

Informationen zum Preis und Veröffentlichungstermin liegen noch nicht vor. Amimon sucht nach Partnern für den Vertrieb der Hardware.

| Featured Image: Sixa

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