In Island Time stranden Spieler auf einer klitzekleinen Insel und müssen mit Hilfe ihres Verstands, natürlicher Ressourcen und angeschwemmtens Strandgut so lange überleben, bis Hilfe naht. Wie der Test mit Oculus Rift zeigt, bedeutet das puren Stress und Spaß zugleich.

Meine Karibikferien habe ich mir anders vorgestellt: Mein Segelschiff ist gesunken und jetzt sitze ich mit einer sprechenden Krabbe auf einer Insel fest, die so klein ist, dass man von einer Seite auf die andere spucken kann. Und als wenn das Leben nicht schon schwer genug wäre, kreist eine freche Möwe über dem Eiland, die mir mein Essen klaut, wenn ich nicht aufpasse.

Ein paar Bambusstäbe, Steine und etwas Holz: Das ist alles, was mir zu Gebote steht. Doch Not macht erfinderisch und so lerne ich, wie man Speere herstellt, Fische jagt und Feuer macht. Die Karibik samt idyllischer Sonnenuntergänge kann ich dennoch kaum genießen: Die Zeit verstreicht wie im Fluge und so holt mich der Hunger schneller ein als mir lieb ist.

Zum Glück spült das Meer von Zeit zu Zeit wertvolles Strandgut an: Feuerholz für das Braten von Fischen oder seltene Gegenstände, die nützliche Werkzeuge darstellen und mir helfen, etwas länger durchzuhalten.

Ein Partytitel für zwischendurch

Vom VR-Spieldesign her erinnert Island Time an Titel wie Job Simulator und Prison Boss VR. Hier entspricht der Bewegungsradius dem des eigenen Trackingsbereichs. Da sich alle interaktiven Objekte in Lauf- oder Griffnähe befinden, ist keine künstliche Fortbewegung erforderlich. Das sorgt für ein immersives Spielerlebnis und dämmt Bewegungsübelkeit ein.

Spielmechanisch ist Island Time einfach gestrickt: Wer bis zum Schluss durchhalten will, braucht eher Geschicklichkeit und eine ausgeprägte Koordinationsgabe als Köpfchen. Denn hier müssen mit den eigenen Händen unter steigendem Zeitdruck überlebensnotwendige Aufgaben erledigt werden. Wer eine komplexe Überlebenssimulation erwartet, ist bei Island Time an der falschen Adresse.

Beim Überlebenskampf kann weitaus mehr schiefgehen, als man annehmen würde: Kokosnüsse plumpsen ins tiefe Meereswasser, das Holzlager fängt Feuer und Fische verkohlen, weil man andersweitig beschäftigt ist. Island Time ist wie die obengenannten Titel ein Spiel mit humoristischem Vorführeffekt, das wie gemacht ist für VR-Partys unter Freunden und Bekannten.

Ermüdende Wiederholungen

Island Time ist kein Titel, der über viele Stunden hinweg fesselt und viel Abwechslung bietet. Die Spielabläufe sind nämlich stets die gleichen. So lernt man zwar die Abfolge der Aufgaben und kann sie perfekt einstudieren. Wer jedoch seinen eigenen Rekord jenseits der 10-Minuten-Marke brechen will, muss die ersten zwei Dutzend Abläufe stets von neuem durchlaufen, bis es erneut spannend wird. Das ermüdet auf die Dauer.

Laut den Entwicklern kann man Island Time mehrere Male durchspielen. Bei jedem neuen Durchgang soll der Schwierigkeitsgrad steigen: Die Ressourcen werden knapper und neue Herausforderungen entstehen. Dafür können Spieler neue Geheimnisse entdecken, die Herstellung weiterer Werkzeuge lernen und neue Wege und Mittel finden, Nahrungsmittel zu beschaffen. So weit kam ich nicht: Mein Rekord liegt im ersten Durchgang liegt bei 12:57 Minuten.

Island Time ist ein Survival-Spiel etwas anderer Art und ein Paradebeispiel gelungenen VR-Gamedesigns, das aus der Selbstbeschränkung eine Tugend macht und aus einem räumlich wie inhaltlich stark begrenzten Szenario eine spielerisch dichte und unterhaltsame Erfahrung zaubert. Wer VR-Häppchen mag, die die Stärken des Mediums gekonnt ausnutzen, darf zugreifen.

Island Time ist ab sofort bei Steam (14,99 Euro, aktuell um 15 Prozent herabgesetzt), Viveport (14,99 Euro), im Oculus Store (14,99 Euro) und im Playstation Store (20,99 Euro) erhältlich.

VRODO-Gewinnspiel

Die Entwickler haben VRODO drei Steam-Keys für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt. Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, schreibt eine E-Mail an tomislav at vrodo.de mit dem Betreff “Island Time”.

Die Teilnahme ist möglich bis Donnerstag, den 5. April 2018, 20 Uhr. Die Gewinner werden per Zufallsprinzip ausgewählt und erhalten eine E-Mail mit dem Key.


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