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Oculus Rift & HTC Vive: Sairento VR ausprobiert – Cyber-Shooter mit eigener Kampagne

von Dennis Ziesecke6. Februar 2018

Der Cyberninja-Shooter Sairento VR für HTC Vive und Oculus Rift hat den Early-Access-Status verlassen und bietet nun zusätzlich zu den Einzelmissionen eine Kampagne an.

VR-Spiele eignen sich perfekt für coole Momente, wie man sie aus dem Sci-Fi-Streifen “Die Matrix” kennt. Dennoch gibt es nur eine handvoll Titel, die dem Spieler tatsächlich das Neo-Gefühl vermitteln.

Sairento gehört schon seit dem Beginn der Early-Access-Phase dazu: Dank pfiffiger Zeitlupenfunktionen unter anderem beim Teleportieren fühlen sich die Kämpfe in Sairento VR außergewöhnlich gut und – wichtig – ziemlich lässig an. Das Spiel erinnert an eine Mischung aus Raw Data und Superhot VR, die etwas angegraute Optik ist nach kurzer Zeit vergessen.

Jetzt neu mit Kampagne

Für die Veröffentlichung der finalen Version kündigten die Entwickler eine Kampagne an ergänzend zu den einzelnen Missionen der Early-Access-Phase. Tatsächlich hielten sie Wort, entschuldigen sich aber im gleichen Moment für die noch unfertige Handlung. Nach einem kurzen Test kann ich bestätigen, dass die Entschuldigung berechtigt ist: Trotz guter Ansätze wirkt der Storymodus nicht ausgereift.

So wird die Handlung rund um Cyber-Angreifer in Tokyo nur mit (englisch vertonten) Textschnipseln präsentiert. Dem Intro fehlt es zudem an nennenswerter Grafik. Wer mit dem Kauf von Sairento VR bis zur Veröffentlichung der Kampagne warten wollte, dürfte jetzt enttäuscht sein. Allerdings bringt das Spiel auch ohne Storymodus viel Spaß, insbesondere dank der ungewöhnlichen Teleportsteuerung mit Action-Zeitlupe.

Trotz der Kritik fühlt sich die Kampagne etwas umfassender an als der bisherige Missionsmodus. Man bekämpft nicht mehr nur die Gegner, sondern muss weitere Ziele erfüllen, beispielsweise Server schützen. Störend ist das teils unfertige Spieldesign: Beispielsweise kann man sich bei einigen Texteinblendungen nicht mehr bewegen. Beim ersten Mal ist das noch sinnvoll – man liest den Text ja noch – spätestens nach dem dritten Neustart einer Mission stört diese Einschränkung allerdings.

Teleportieren ist elementarer Bestandteil des Spielprinzips: Im Sprung lässt sich auch die Zeit verlangsamen.

Schlappe Präsentation, tolles Spiel

Die eher zweckmäßige Optik und Handlung von Sairento VR ändern aber nichts am generellen Charme des Spiels. Während des Kampfes die Zeit anhalten zu können, hat schon bei Klassikern der Videospielgeschichte wie Max Payne oder F.E.A.R funktioniert und sorgt auch in der virtuellen Realität für viel Spielspaß.

Das Superhelden-Gefühl stellt sich bei Sairento VR sehr schnell ein: Einen Gegner aus dem Flug in Zeitlupe mit der Pistole erledigen, dann beim Landen in die Knie gehen, um ein paar Meter nach dem Sprung mit dem Schwert in der Hand zum nächsten Gegner zu schliddern – einmalig und unbezahlbar.

Neben einem klassischen Modus bietet Sairento VR einen Arcade-Modus, der sich besonders gut für eine Virtual-Reality-Präsentation sowie für VR-Arcades eignet.

Aktuell ist Sairento VR im Humble Store für 23,79 Euro im Angebot. Der reguläre Preis bei Steam beträgt 27,99 Euro. Bei Oculus Home ist das Spiel leicht reduziert für Oculus Rift für 25,49 Euro zu haben.

390,00 EUR
Oculus Rift + Touch Bundle
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