Ursprünglicher Artikel vom 9. Januar 2017:

In einer zweiten Pressemitteilung schiebt Tpcast nach, dass mit der eigenen Technologie zukünftig auch VR-Brillen für Windows Mixed Reality unterstützt werden. Das Unternehmen entwickelt ein Referenzdesign, das alle Windows-VR-Hersteller lizenzieren können. Für Tpcast soll das erste Schritt sein, sich als OEM-Hersteller am Markt zu positionieren.

Ursprünglicher Artikel vom 8. Januar 2017:

Auf der CES 2018 kündigt Tpcast eine neue Version des gleichnamigen Drahtlos-Adapters für Oculus Rift und HTC Vive an. Das Upgrade bietet neue Hard- und Software-Funktionen.

Der geneigte VR-Drahtlosnutzer darf zukünftig noch mehr Kopfschmuck tragen: Die Revision von Tpcast – namentlich Tpcast Plus – bietet eine neue Kopfplatte (siehe Titelbild), die an der VR-Brille montiert wird. Auf der Platte sitzt neben dem Drahtlosempfänger zusätzlich die Batterie, die den Empfänger mit Strom versorgt. Die Batterie kommt mit einer neuen Ladestation und kann während des Betriebs getauscht werden (Hot Swap). Bei der ersten Version von Tpcast, die erst im November in Deutschland erschien, musste die Batterie noch umständlich via Kabel verbunden und am Gürtel getragen werden.

Für einen höheren Nutzungskomfort wurde der zuvor benötigte zusätzliche Drahtlos-Router gegen einen einfachen USB-Dongle ausgetauscht. Auch der Installationsprozess wurde optimiert: Die Inbetriebnahme des Drahtlos-Adapters soll laut Tpcast jetzt deutlich einfacher sein.

Die überarbeitete Software überträgt jetzt außerdem Audiosignale des Mikrofons – das ging zuvor nur mit einer modifizierten Firmware, die Software-Bastler bei Reddit bereitstellten. Tpcast verspricht weiter eine automatische Kanalsuche, reduzierte Drahtlos-Interferenzen und daraus resultierend eine höhere Stabilität. Ob die Software-Funktionen für das Vorgängermodell nachgereicht werden, geht nicht aus der Pressemitteilung hervor.

An den Übertragungskapazitäten hat sich derweil nichts getan: Der Adapter schafft eine Auflösung von circa 2K pro Auge bei 90 Hz und einer zusätzlichen Latenz unterhalb von zwei Millisekunden. Bei meinem Test der ersten Version konnte ich diese Leistung bestätigen – es ruckelte und verzögerte nichts, die Qualität der Bildübertragung ist auf Kabelniveau.

Veröffentlichung im nächsten halben Jahr

Der neue Adapter soll bis zum Sommer erscheinen und unterstützt Oculus Rift und HTC Vive. Unklar ist, ob ein Plus-Adapter beide VR-Brillen bedienen kann oder ob jede VR-Brille je eine eigene Version bekommt wie beim Vorgänger. Einen Preis nennt Tpcast noch nicht, der Vorgänger liegt bei rund 350 Euro.

Konkurrenz kriegt Tpcast in diesem Jahr durch Intel: Der Chip-Hersteller wird gemeinsam mit HTC voraussichtlich im Herbst eine Drahtlos-Lösung auf WiGig-Basis auf den Markt bringen.

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