Mit “Hybrid Apps” will Oculus die Stärken von 2D-Benutzeroberflächen mit der VR-Darstellung kombinieren. Software-Unternehmen könnten ihr Monitor-Programm so leichter mit einem VR-Modus erweitern.

Unter den vielen Ankündigungen der Entwicklerkonferenz Connect 5 war eine dabei, die insbesondere VR-Modellierer aufhorchen lassen dürfte: Mit Hybrid Apps will Oculus die 2D-Darstellung am Monitor und die VR-Perspektive nahtlos miteinander verknüpfen.

Hybrid Apps basieren auf Oculus’ Dash-Technologie, die im vergangenen Jahr eingeführt wurde: Die normale PC-Nutzeroberfläche wird in einem Fenster in VR eingeblendet.

Beispielsweise kann ein Gestalter in einem Bildbearbeitungsprogramm ein 3D-Modell anlegen, das er anschließend in Originalgröße in VR umrundet, um Details zu justieren. Der Perspektivwechsel von Monitor zu VR passiert nahtlos, sobald sich der Gestalter die Rift-Brille aufsetzt. Das Modell erscheint dann in 3D und – falls gewollt – in Originalgröße statt flach am Monitor.

Die gewohnte Nutzeroberfläche des Bildbearbeitungsprogramms wird weiter als 2D-Fenster eingeblendet und kann mit den Touch-Controllern bedient werden.

Hybrid Apps sind noch ein Experiment

Für VR-Gestalter ist der VR-Modus sicher von Vorteil, da sie ihr Modell so erleben, wie es der Nutzer später sieht – der visuelle Eindruck mit der VR-Brille unterscheidet sich stark vom Monitor.

Wer Modelle hingegen für herkömmliche Monitor-Apps und -Games entwirft, zieht wohl weniger Nutzen aus der alternativen Darstellung. Dennoch dürfte es auch für Monitor-Modellierer interessant sein, der eigenen Kreation zu begegnen.

Oculus selbst bezeichnet Hybrid Apps als Experiment und Einstiegsangebot speziell für jene Software-Unternehmen, die zunächst nicht in native VR-Anwendungen investieren wollen.

Ihr volles Potenzial dürften Hybrid Apps ohnehin erst mit der kommenden Generation VR-Hard- und Software entfalten, wenn die Brillen höher auflösen und der VR-Modus fix in die Standardsoftware von Adobe und Co. implementiert ist.

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