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Oculus Rift ist erst ab August wieder lieferbar

von Matthias Bastian10. April 2016

Der Verkauf der VR-Brille Oculus Rift scheint weiter gut zu laufen. Wer jetzt bestellt, muss bis August auf eine Lieferung warten.

Nach dem Vorbestellstart am 6. Januar war Oculus Rift trotz eines stolzen Preises von 699 Euro innerhalb kürzester Zeit bis Juni ausverkauft. Vorbestellungen nimmt Oculus VR seitdem kontinuierlich über den eigenen Webshop entgegen und das offenbar recht erfolgreich. Wer sich nun eine VR-Brille in den Warenkorb legt, bekommt als frühesten Lieferzeitpunkt August angezeigt – also rund vier Monate Wartezeit.

Das treibt natürlich die Preise auf dem Gebrauchtmarkt in die Höhe. Wiederverkäufer bei Ebay und Co. verlangen mehr als 1.300 Euro für eine zeitnahe Lieferung der Consumer-Version. Selbst die in die Jahre gekommene zweite Entwicklerversion von Oculus Rift kann mit etwas Glück zum damaligen Einkaufspreis weiterverkauft werden. Das DK2 läuft mit den meisten Anwendungen und Spielen, die aktuell bei Oculus Home verfügbar sind, allerdings mit zum Teil deutlich eingeschränkter Funktionalität. Die Investition lohnt also nicht.

Warten müssen allerdings auch viele Rift-Käufer, die bereits im Januar vorbestellt haben. Zwar war der 28. März offizieller Verkaufsstart, nach einem richtigen Launch fühlt es sich aber bislang nicht an. Als Grund für zahlreiche verspätete Lieferungen nennt Oculus VR einen “unerwarteten Engpass bei der Zulieferung von Komponenten”. Dennoch sollen kontinuierlich VR-Brillen verschifft werden, nur eben etwas langsamer als gedacht. Ab morgen soll im Shop von Oculus VR eine Angabe über das exakte Lieferdatum hinterlegt werden. Vorbesteller sollten dann unter diesem Link das Datum einsehen können. Immerhin: Als Wiedergutmachung für die Verzögerung erstattet Oculus VR die Portokosten. Kunden aus Deutschland sparen somit 41 Euro.

HTC Vive ab Anfang Mai lieferbar

Etwas schneller bekommt man HTCs VR-Brille Vive nach Hause geliefert. Selbst wer die VR-Brille erst jetzt bestellt, soll schon ab Anfang Mai in virtuelle Welten flüchten können – und das obwohl Vorbestellungen schon seit dem 29. Februar angenommen werden. Zwischenzeitlich lag das Lieferziel bereits im Juni, nun sind wohl doch mehr Einheiten als gedacht verfügbar. Einen Rückschluss über die Anzahl der Vorbestellungen lässt das allerdings nicht zu. Gut möglich, dass HTC die Produktion einfach besser im Griff hat.

Genaue Verkaufszahlen geben derzeit weder Oculus VR noch HTC raus. Ein Reddit-Kommentar von Palmer Luckey enthält zumindest einen groben Anhaltspunkt. Laut dem Rift-Erfinder produziert Oculus VR aktuell rund 50.000 Einheiten der VR-Brille in zwei Wochen, also 100.000 pro Monat. Nicht bekannt ist, wann die Produktion startete und ob die Kapazität von Anfang an auf diesem Niveau lag. Verkaufszahlen lassen sich anhand der Aussage also kaum abschätzen.

Analysten gehen davon aus, dass Oculus VR, HTC und Sony gemeinsam rund 1,7 Millionen VR-Brillen in 2016 verkaufen. Playstation VR hat dabei das höchste Absatzpotenzial, kommt aber erst im Herbst auf den Markt.

| Featured Image: Oculus VR / OpenClipArts Vectors bei Pixabay. Lizenziert nach CC0 (Public Domain). / VRODO