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Oculus Rift: Medium-Trailer zeigt Oculus’ Setup der Trackingkameras

von Matthias Bastian27. August 2016

Ein neuer Trailer für die App Medium verrät nicht nur Details zur Anwendung, sondern zeigt auch, wie Oculus VR die Trackingkameras für eine optimale Performance aufbaut.

Als Plattform für Kreationen bezeichnet Oculus’ Brian Sharp die Anwendung “Medium”. Ähnlich wie Googles Tilt Brush verlangt die App nach kreativer Selbstverwirklichung im dreidimensionalen Raum – allerdings stehen hier 3D-Skulpturen im Vordergrund. Der Nutzer muss mit den Touch-Controllern digitale Knetmasse in Form bringen. Wer sich darauf einlassen will und ein wenig Talent mitbringt, kann künstlerisch wertvolle Ergebnisse produzieren, die man anschließend via 3D-Drucker in die Realität holen kann.

Medium richtet sich nicht speziell an Profis, sondern an jedermann. Ähnlich wie bei Tilt Brush steht die einfache und intuitive Bedienung im Vordergrund. Dennoch soll Medium als Werkzeug im professionellen Kontext geeignet sein, besonders um schnelle Entwürfe in 3D zu verwirklichen. Laut Sharp ist der Prozess mit Medium “zehnmal schneller” als bei herkömmlicher Software für die 3D-Modellierung. Eindrucksvolle Beispiele liefert Oculus VR selbst.

Optimales Setup für die Trackingkameras für Oculus Touch: Möglichst weit oben

Oculus Medium erscheint im Herbst kostenlos zum Launch der 3D-Controller Oculus Touch und wurde speziell auf die Ergonomie und das Fingertracking der neuen Hardware abgestimmt. Das exakte Tracking von Oculus Touch gibt kreativen Menschen die notwendige Präzision, um ausgefeilte Objekte und Charaktere zu entwerfen. Die virtuelle Kreation kann man direkt in Lebensgröße bearbeiten oder den eigenen Avatar so verkleinern, dass man feine Details – beispielsweise die Schraffur des großen Zehennagels – ausarbeiten kann.

Damit die Bewegungsverfolgung stets präzise arbeitet, liefert Oculus VR zusammen mit den Touch-Controllern eine zweite Trackingkamera aus, die nach derzeitigem Stand ebenfalls an der Vorderseite der Trackingfläche angebracht wird. Eine besonders gute Verlässlichkeit und Reichweite erzielt man – das haben Touch-Entwickler schon demonstriert – wenn man die beiden Kameras möglichst weit oben positioniert und in einem abgeschrägten Winkel nach unten filmen lässt. Ähnlich werden die Laserboxen von HTC Vive im Raum montiert.

Ein solches Setup verwendet auch Oculus VR im neuen Medium-Trailer: Die beiden Kameras wurden auf herkömmliche Stative geschraubt und scannen die Trackingfläche von oben nach unten. Eine entsprechende Standardbohrung  für die Stativ-Montage ist am Kameragehäuse vorhanden.

Um den Aufbau des VR-Systems möglichst einfach zu halten, liefert Oculus VR die Trackingkamera mit einem Tischstativ aus, sodass diese von unten nach oben filmt. Ob dieses Setup bei räumlichen VR-Erfahrungen alle Bedürfnisse erfüllt, wird vom jeweiligen Nutzer, der Anwendung und den Bedingungen vor Ort abhängen.

| Featured Image: Oculus VR