0

Oculus Rift mit CXC Motion Pro II: Der realistischste Simulator überhaupt?

von Matthias Bastian3. Juli 2016

Für Fans von Simulationen beginnt mit Virtual Reality ein goldenes Zeitalter. Während viele traditionelle Spielkonzepte nur schwerlich auf die VR-Brille übertragen werden können, ist das Sim-Genre wie gemacht für das immersive Medium.

Die Möglichkeit, virtuell in einem Cockpit zu sitzen, anstatt es nur auf einem 2D-Monitor zu betrachten, könnte Renn- und Flugsimulationen zu einer neuen Glanzzeit verhelfen. VR ist für das Sim-Genre nicht nur ein nettes Gimmick wie ein gut gelungener 3D-Effekt, sondern ein echter “Game-Changer”. Die VR-Brille wirkt sich auf die komplette visuelle Wahrnehmung und damit potenziell auch auf die Leistung der Spieler aus. Dank verbesserter Tiefenwahrnehmung und Mittendrin-Gefühl können beispielsweise schnellere Rundenzeiten gelingen. Und wenn man schon nicht schneller wird, dann hatte man wenigstens mehr Spaß dabei.

Allerdings stimulieren VR-Brillen nur die Sicht. Die ist für Menschen zwar besonders wichtig, aber eben nur ein Teil des Puzzles. Das komplette Erlebnis gibt es erst mit mechanischen Simulatoren und Spezialcontrollern, die auch Haptik, Bewegung und Fliehkräfte glaubhaft wiedergeben. Kombiniert man diese Effekte mit dem Blick durch die VR-Brille, wird die Simulation so täuschend echt, dass man tatsächlich das Gefühl hat, gerade in einem Formel-1-Wagen durch die grüne Hölle zu rasen.

Die perfekte VR-Simulation kostet bis zu 75.275 US-Dollar

Das US-Unternehmen CXC hat sich auf den Bau solcher Simulatoren speziell für das Racing-Genre fokussiert. Im Video unten sieht man das Spitzenmodell CXC Motion Pro II im Einsatz. Der Sitz hat eingebaute Vibrationsmotoren und einen kräftigen Bass, die im Zusammenspiel auch die kleinste Straßenunebenheit authentisch wiedergeben können. Auch das Lenkrad hat einen Force-Feedback-Motor verbaut, der passend zum Fahrverhalten des virtuellen Rennwagens die Fliehkräfte simuliert und kräftig dagegenlenkt. Bei den hydraulischen Pedalen handelt es sich um Ersatzteile von echten Autos. Und zwei Ventilatoren an der Vorderseite sorgen passend zur Geschwindigkeit für den richtigen Gegenwind. Wer nicht auf dem Fahrersitz eines Autos, sondern lieber im Cockpit eines Helikopters oder Flugzeugs Platz nehmen möchte, kann das Lenkrad gegen einen Steuerknüppel tauschen.

Der Simulator ist so realistisch, dass er auch als Trainingsgerät an professionelle Rennteams verkauft wird. Diese Authentizität hat natürlich seinen Preis. Die günstigste Variante mit Oculus Rift kostet circa 45.000 Euro. Und in der Vollausstattung samt VR-Brille liegt das komplette System bei rund 67.500 Euro (75.275 US-Dollar). Die Helikopter- und Flugzeugsteuerung kostet noch mal bis zu 3.800 Euro zusätzlich. Für diese Summe bekommt man durchaus auch einen realen Sportwagen. Aber eben nur einen, nicht tausende.

| Featured Image: CXC (Screenshot bei YouTube)