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Oculus Rift: Mit Touch-Controllern ähnlich wie HTC Vive

von Matthias Bastian13. April 2016

Die Entwickler des HTC Vive Launchtitels “Fantastic Contraption” arbeiten auch an einer Oculus-Rift-Version ihres Spiels und kennen die Stärken und Schwächen beider Systeme. Die Unterschiede zwischen den VR-Erfahrungen sollen gering ausfallen, sobald die 3D-Controller “Oculus Touch” auf dem Markt sind.

“Fanatstic Contraption” setzt voll auf das “Room-Scale-VR”-Feature von HTC Vive und macht das so gut, dass Valve und HTC sich dazu entschlossen, das Puzzle-Spiel an die Vorbesteller zu verschenken. Das Spielerlebnis für Oculus Rift soll sich nur in Details unterscheiden. Im Blindtest, sagt Fantastic-Contraption-Entwickler Andy Moore, könne er die beiden Systeme kaum auseinanderhalten.

“Die Hardware ist fast identisch. Die Software und die Entwicklungsumgebung ist fast identisch. Die technischen Daten sind fast identisch”, sagt Moore. “HTC Vive kann man auch sitzend oder stehend verwenden oder die Basisstationen an der Wand anbringen. Bei Oculus schiebt man einfach die Kamera in eine Ecke und hat auch ‘Room-Scale’.” Erscheinen wird die Rift-Version seines Spiels aber erst, wenn die 3D-Controller Oculus Touch samt zusätzlicher Trackingkamera im zweiten Halbjahr 2016 auf den Markt kommen.

Eine Änderung im Spieldesign gegenüber der Vive-Version war aber dennoch nötig. Aufgrund des Kamera-Setups von Oculus Rift, bei dem beide Kameras an der Vorderseite des Trackingbereichs aufgestellt werden, sind volle 360-Grad Drehungen potenziell ein Problem – die Controller könnten aus dem Sichtfeld der Kamera verschwinden und dann nicht mehr richtig funktionieren. Deswegen wurde die Rift-Version von “Fantastic Contraption” mit einem einfachen Trick so angepasst, dass der Spieler fast immer nach vorne gewandt ist. Während man bei der Vive-Version mitten im Raum startet und sich völlig frei in 360-Grad bewegt, lassen die Entwickler Oculus-Spieler am hinteren Ende des Raumes beginnen, um ihnen ein Gefühl von “vorne” und “hinten” zu vermitteln.

Laut Moore ist das weniger eine technische Limitierung, sondern eher eine Entscheidung des Marketings. “Oculus setzt voll darauf, dass niemand genug Platz im Wohnzimmer hat oder diesen nicht opfern will und Valve sagt, dass es besser ist. Das ist alles nur Marketing. […] Wir finden es spannend, ‘Room-Scale-VR’ auch für Oculus Rift anzubieten. Aber wir wissen, dass die meisten Leute die Kameras beide auf dem Schreibtisch stehen haben werden.” Problematischer könnte laut Moore die Portierung von “Fantastic Contraption” für Playstation VR werden, denn Sonys VR-Brille hat nur eine einzige Trackingkamera auf Höhe des TV-Gerätes stehen: “Das macht uns noch Sorgen.”

| Source: Polygon | Featured Image: Fantastic Contraption