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Oculus Rift: Neue Features für Oculus Home in 2017

von Matthias Bastian5. März 2017

In den kommenden Jahren konkurrieren im Virtual-Reality-Markt nicht mehr die VR-Brillen, sondern die Plattformen. Kaum ein Unternehmen dürfte das so gut verstehen wie die Facebook-Tochter Oculus VR. Für 2017 sind grundlegende Neuerungen bei Oculus Home geplant.

Steam gegen Oculus Home, Facebook gegen Google und Microsoft, Viveport gegen den Rest der Welt. Die Märkte, die gerade um VR und AR entstehen und sich noch auf den Abverkauf von Hardware konzentrieren, werden letztlich reines Digitalgeschäft sein.

In der Digitalökonomie geht es zuerst darum, möglichst viele Nutzer an die eigene Plattform zu binden. Wer die meisten Käufer hat, kann die attraktivsten Inhalte, Preise und ein intaktes soziales Gefüge anbieten. Das wiederum zieht noch mehr Nutzer an. Auf diese Sogwirkung sind die Plattformanbieter aus.

Die Zugangsgeräte zur Virtual Reality, also diverse Brillen und was alles in der Zukunft kommen mag, rücken als Differenzierungsmerkmal in den Hintergrund. Stattdessen werden die Funktionen und das App-Portfolio der Plattform entscheidend sein: Wie leicht fällt die Bedienung? Was machen meine Freunde? Wo ist meine App-Bibliothek? Komfort ist das gewichtigste Verkaufsargument, um Nutzer langfristig zu binden.

Oculus Home soll für Oculus Touch neu gestaltet werden

Facebook-Chef Marc Zuckerberg, der das digitale Plattformdenken groß gemacht hat, wird seinen Oculus-Kollegen dieses Szenario mit Nachdruck vermittelt haben. Zuckerberg sieht Virtual Reality als besonders mächtige Kommunikationstechnologie, die – ähnlich wie zum Beispiel der Facebook-Messenger – nur dann ihre Wirkung entfalten kann, wenn sie von sehr vielen Menschen genutzt wird.

Entsprechend arbeitet Oculus kontinuierlich an neuen Angeboten und Features für Home. Ende 2016 startete zusammen mit den 3D-Controller Oculus Touch ein neues Avatarsystem, mit dem Rift-Besitzer ein digitales Gegenstück ihrer selbst erschaffen können. Mit dem Gestenfeature der Touch-Controller kann man die virtuellen Hände des Avatars fernsteuern.

Für Gear VR veröffentlichte Oculus die App “Rooms”, mit der sich Menschen unabhängig von der laufenden App jederzeit in einem virtuellen Chat- und Spieleraum treffen können. “Das ist für uns eine große Sache”, sagt Oculus-Rift-Manager Nate Mitchell.

Weitere Neuerungen für die Oculus-Home-Plattform sollen in 2017 folgen, sowohl für Oculus Rift als auch Samsung Gear VR. Details möchte Mitchell noch nicht verraten, verspricht aber grundlegende Neuerungen für die Umgebung und die Interaktion innerhalb der Plattform.

Speziell für Oculus-Touch-Nutzer ist offenbar eine komplett neue Benutzeroberfläche angedacht. Oculus Home ist derzeit noch auf Gamepads und Blicksteuerung ausgelegt und nicht für die Handcontroller optimiert. “Wir haben großartige Ideen und wollen noch in diesem Jahr Updates veröffentlichen”, sagt Mitchell.

“Wir sind komplett darauf fokussiert, Oculus Home zur besten und wichtigsten Plattform zu machen. Wenn man die VR-Brille aufsetzt, soll das ein magisches Erlebnis sein und den Nutzer augenblicklich dorthin bringen, wo er sein möchte”, verspricht Mitchell.

| Featured Image: Oculus VR | Source: Tested

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