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Oculus Rift: Nvidia GTX 1050 Ti erfüllt die neuen Mindestanforderungen

von Tomislav Bezmalinovic12. November 2016

Update vom 12. November 2016:

Oculus Home wurde gestern auf Version 1.10 aktualisiert. Ein findiger Reddit-User hat in den neuen Dateien eine Liste von Prozessoren und Grafikkarten ausmachen können, die die neuen Mindestanforderungen für Oculus Rift erfüllen. Die Liste führt auch die GTX 1050 Ti. Offenbar wurde deren Leistung von Oculus als ausreichend eingestuft.

Die Liste kann hier eingesehen werden.

Ursprünglicher Artikel vom 19. Oktober 2016:

Auf der Oculus Connect hat CEO Brendan Iribe angekündigt, dass das Unternehmen die PC-Mindestanforderungen für Oculus Rift senken würde. So wäre unter anderem nur noch eine GTX 960 erforderlich. Nun hat Nvidia eine Grafikkarte für lediglich 139 US-Dollar vorgestellt, die so schnell sein soll wie die GTX 960. Das dürfte die Kosten für VR-fähige Systeme weiter drücken.

Die nachträgliche Senkung der Mindestanforderungen möglich macht ein von Oculus entwickeltes Renderverfahren namens Asynchronous Spacewarp, für das eine Bildwiederholrate von 45 Bildern pro Sekunde ausreicht. Iribe kündigte außerdem an, dass AMD einen Oculus-Ready-PC gebaut hat, der die neuen Mindestanforderungen erfüllt und lediglich 499 US-Dollar kostet. Die verbaute Grafikkarte ist eine Radeon RX 470, die derzeit etwa 200 US-Dollar kostet.

Vermutlich als Antwort darauf hat Nvidia nun die GTX 1050 Ti vorgestellt. Oculus soll Nvidia zufolge derzeit damit beschäftigt sein, deren Leistung zu überprüfen. Nvidia zeigt sich optimistisch: “Wir erwarten, dass die GTX 1050 Ti Oculus’ Mindestanforderungen erfüllen wird”, sagte ein Pressesprecher von Nvidia gegenüber Road to VR.

Der hohe Preis von VR-fähigen Rechnern als Einstiegshürde bröckelt

Man sollte darüber nicht vergessen, dass sich die Mindestanforderungen für HTC Vive nicht geändert haben, da Asynchronous Timewarp ein Oculus-exklusives Renderverfahren ist, das von Steam nicht unterstützt wird. Für HTC Vive wird von den Herstellern noch immer eine GTX 970 oder eine Radeon R9 290 empfohlen.

Der hohe Preis von VR-fähigen Rechnern ist derzeit noch eine der größten Einstiegshürden für den Verbraucher. Anfang des Jahres hatte Nvidia geschätzt, dass lediglich 13 Millionen Rechner im Umlauf seien, die genug Leistung haben, um VR-Anwendungen zu befeuern. AMDs VR-fähiger Budgetrechner kostet nicht mehr viel mehr als eine Konsole und mit Nvidias jüngstem Vorstoß dürften die Preise für entsprechende Computer noch weiter fallen.

Die GTX 1050 Ti soll am 25. Oktober erscheinen.

| Featured Image: Nvidia