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Oculus Rift: Oculus empfiehlt Tracking mit maximal drei Sensoren *Update*

von Tomislav Bezmalinovic17. Februar 2017

Update vom 17. Februar 2017:

Im offiziellen Oculus-Forum meldet sich Mitgründer Nate Mitchell zu Wort und adressiert neuerlich die Probleme rund ums Tracking. Man habe in den zahlreich eingesendeten User-Logs einige Fehler gefunden, die man im kommenden Update 1.12 beheben möchte.

Eine Veröffentlichung im Februar sei möglich, ein genaues Datum stehe aber noch nicht fest. Man wolle das erneute Tracking-Update gründlich testen und dafür sorgen, dass die Verbesserungen aus dem Patch 1.11 erhalten bleiben. Für die Zukunft stellt Mitchell ein Beta-Programm für Oculus Home in Aussicht, bei dem Nutzer stärker in den Entwicklungsprozess eingebunden werden.

Update vom 15. Februar 2017:

Oculus’ PC-Chef Brendan Iribe meldet sich bei Reddit zu Wort und kündigt Verbesserungen des Trackings für den Februar-Patch an. Man würde an grundlegenden Verbesserungen der Trackingsoftware arbeiten, die auftretende Probleme “hoffentlich beseitigt”.

Das Thema hätte höchste Priorität für die nächsten beiden System-Updates. Oculus sei fest entschlossen, eine solide Trackingperformance zu liefern und bedankt sich für das zahlreiche Feedback zum letzten Update.

Update vom 7. Februar 2017:

Die Umfrage zu Trackingproblemen und die Beschwerden bei Reddit und den Oculus-Foren bleiben nicht unbemerkt. Oculus-Mitgründer Nate Mitchell meldet sich zu Wort und bestätigt, dass man sich zahlreiche Logfiles von Nutzern angeschaut habe, die über Probleme berichten.

Dass häufigste Problem sei, dass zu viele Sensoren – nämlich vier und mehr – mit dem PC verbunden würden, was zu Komplikationen mit dem USB-Anschluss führe. Zu viele Trackingkameras an einem einzelnen USB-Hub können die Bandbreite der Verbindung überschreiten. Das resultiert in Aussetzern bei der Erfassung.

Man würde weiter an Verbesserungen fürs Tracking arbeiten, speziell für Konfigurationen mit vier Sensoren. Bis dahin lautet die offizielle Oculus-Empfehlung, nur drei Sensoren zu nutzen.

Der zweithäufigste Fehlerteufel sei die ungenaue Positionierung der Sensoren, so Mitchell. Die Kameras würden zu weit auseinandergestellt, sodass sich das Sichtfeld nicht ausreichend überschneidet. “Die gute Nachricht ist, dass die beiden Probleme leicht zu beheben sind, indem man das Setup anpasst”, schreibt Mitchell.

Wer Probleme hat, die sich mit diesen Ratschlägen nicht beheben lassen, soll sein Feedback direkt an Oculus schicken.

Update vom 5. Februar 2017: Oculus Home: Update verbessert raumfüllendes Tracking für wenige Nutzer

Das Update 1.11 scheint die grundlegenden Probleme beim Tracking noch nicht vollständig zu beheben. Bei einer Umfrage auf Reddit, an der sich bislang fast 1.000 Nutzer beteiligten, geben 12 Prozent an, dass das Tracking mit drei Sensoren runder läuft als vor dem Patch. Demgegenüber stehen 25 Prozent Nutzer, die über mehr Probleme klagen. Weitere 15 Prozent bemerken keinen Unterschied.

Ähnlich verhält es sich beim Trackingsetup mit zwei Sensoren: Rund zehn Prozent haben weniger Probleme, zwölf Prozent haben mehr Probleme und knapp 14 Prozent sehen die Performance als identisch. Auch Nutzer von vier Sensoren beschweren sich nach dem vermeintlichen Fix über mehr Probleme – bei acht Prozent arbeitet das Tracking weniger verlässlich, zwei Prozent freuen sich über eine bessere Performance.

Die häufigste Beschwerde betrifft nicht die Erfassung der Rift-Brille, sondern die der neuen Touch-Controller. Mitunter verschwinden die virtuellen Hände oder bleiben in der Luft hängen, wie es im GIF unten demonstriert wird.

Bei Twitter schreibt Oculus-Mitgründer Nate Mitchell, dass man im Dezember und Januar zwar intensiv an der Verbesserung der Trackingsoftware gearbeitet habe, aber dass in der Zukunft weitere Optimierungen veröffentlicht werden sollen.


Ursprünglicher Artikel vom 4. Februar 2017: Oculus Home: Update 1.11 ist da, verbessert raumfüllendes Tracking

Besitzer von Oculus Touch klagen seit dem Marktstart der 3D-Controller im Dezember über Trackingprobleme, die selbst bei der Verwendung von drei oder vier Sensoren auftreten. Oculus gelobte Besserung und veröffentlicht nun ein Update, das sich des Problems annimmt.

Nate Mitchell von Oculus kündigt per Twitter an, dass das Update 1.11 derzeit aufgespielt werde:

Rift-Besitzer sollten sich allerdings nicht zu früh freuen, denn erfahrungsgemäß kann es einige Tage dauern, bis ein Update allen Anwendern zur Verfügung steht.

In einer weiteren Twitternachricht schreibt Nate Mitchell, dass sich Oculus im Februar auf die Verbesserung von 3-Sensor-Setups fokussieren wird:

Es dürften in den kommenden Wochen also noch weitere, ähnliche Patches folgen. Auf Reddit beschweren sich derweil Nutzer über neue Trackingprobleme nach der Installation des Updates.

Mittlerweile kann die Liste von Änderungen eingesehen werden, die das Update umfasst:

Features

  • You can now choose to skip updating the firmware on your controllers when repeating Oculus setup.
  • Improved visibility of Guardian System boundaries with better hand animations.
  • Improved instructions for Oculus sensor positioning during setup.

Bug-fixes

The following key user-facing issues have been addressed in the 1.11 release:

  • Improved experimental roomscale and experimental 360º support.
    • Fixed calibration issues for multi-sensor configurations and Guardian System setup.
    • Fixed tracking issues with Touch controllers that resulted in tracking judder or loss of hand location or hand orientation in VR.
    • Fixed sensor issue which prevented Touch controllers from being detected.
    • Fixed stability issues with floor height in VR.
  • Improved Guardian System.
    • Fixed stability issue with Guardian System boundaries moving when the Rift headset wasn’t in use.
    • Fixed tracking issue where Touch controllers weren’t detected by Guardian System.
    • Fixed reliability issue with Guardian System boundaries triggering too soon.
  • Improved Oculus Rift and Touch setup.
    • Fixed visibility issues with VR screen for adjusting Rift headset lens position.
  • Fixed search issue with Oculus Store and Oculus Library in the Oculus software.

Menschen, die Wert auf Ordnung legen, dürften sich über eine weitere, undokumentierte Verbesserung freuen: In Oculus Home sollen die Falten im roten Teppich verschwunden sein. Oder hat sich Nate Mitchell hier nur einen Scherz erlaubt? Wir sollten es bald wissen.

Ungeduldige Nutzer können derweil Oculus’ vierteiligen Guide zur Verbesserung des experimentellen Room-Scale-Setups durchlesen. Wir haben die wichtigsten Punkte, die man beachten muss, zusammengefasst.

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