0

Oculus Rift: Oculus Sensor für 89 Euro, Dead and Buried kostenlos

von Matthias Bastian1. November 2016

Update vom 1. November:

Wie Oculus VR im offiziellen Blog ankündigt, wird die Wild-West-Schießbude “Dead and Buried” jedem Käufer von Oculus Touch kostenlos zur Verfügung gestellt. Neben VR Sports Challenge und The Unspoken von Insomniac Games ist dies bereits das dritte Spiel, das an Erstkäufer verschenkt wird. Ebenfalls kostenlos mit im Paket ist die 3D-Kreativapp Medium, bei der man mittels der Touch-Controller virtuelle Skulpturen erschaffen und anschließend via 3D-Drucker ausdrucken kann.

Update vom 31. Oktober:

Über die offizielle Webseite von Oculus VR werden wie zuvor angekündigt nun auch Vorbestellungen für zusätzliche Sensorkameras angenommen. Ein einzelner Oculus-Sensor schlägt mit ordentlichen 89 Euro zu Buche – ein besonders großes Interesse, dass sich Room-Scale-VR mit Oculus Rift durchsetzt, hat die Facebook-Tochter offenbar nicht. Immerhin fallen keine zusätzlichen Portokosten an.

Der Versand soll zwischen dem 13. und 20. Dezember passieren, also rund eine Woche nach Auslieferung der Oculus-Touch-Controller. Jeder Kunde darf vorerst nur einen Oculus-Sensor ordern.

Standardmäßig liegt jeder Rift-Brille ein Sensor bereits bei. Ein zweiter Sensor wird mit den Touch-Controllern ausgeliefert. Für VR-Erfahrungen in einem nach vorne ausgerichteten Winkel von rund 220 Grad reichen die beiden Sensoren vollkommen aus.

Möchte man jedoch 360-Grad-Tracking wie bei HTC Vive nutzen, empfiehlt Oculus VR den Kauf einer dritten Kamera. Erst mit dieser garantiert das Unternehmen eine optimale Raum-Erfahrung. Die Sensoren sollten um den Nutzer herum positioniert werden, sodass die 3D-Controller Oculus Touch nach Möglichkeit nicht vom Körper des Nutzers verdeckt werden und dadurch das Trackingsignal unterbrochen wird.

Update vom 14. Oktober:

Ab sofort sind die beiden Oculus-Touch-Controller auch bei Amazon Deutschland vorbestellbar. Auch hier fallen keine zusätzlichen Portokosten an. Im Garantiefall ist die Abwicklung über Amazon Deutschland sicher etwas unkomplizierter als direkt über Oculus VR. Wer dem Versand aus den USA nicht traut, könnte mit dieser Option also besser bedient sein.

Ein Erscheinungsdatum gibt Amazon noch nicht an. Es ist wohl davon auszugehen, dass der Online-Versandhändler – wie auch Media Markt und Saturn – das neue Interface pünktlich am 6. Dezember in den Verkauf geben können. Oculus VR kündigte wiederholt an, dass zum Marktstart ausreichend Einheiten der 3D-Controller verfügbar sein werden.

Letzte Aktualisierung am 8.12.2016 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Update:

Die Vorbestellungen sind wie angekündigt ab sofort möglich, zusätzlich zu den 199 Euro fallen keine Portokosten an. Zur Feier des Tages schiebt Oculus VR noch einen weiteren Trailer hinterher. Außerdem gibt das Unternehmen bekannt, dass Vorbestellungen für einzelne Trackingsensoren ab dem 31. Oktober angenommen werden. Versandt werden diese ab dem 6. Dezember. Die einzelnen Sensoren kosten 79 US-Dollar zuzüglich Porto.

Den Touch-Controllern liegt zwar ein zweiter Sensor bei, dieser ist aber für die Vorderseite der Trackingfläche gedacht. Wer Room-Scale-VR mit Oculus Rift voll ausreizen möchte, sollte noch einen dritten Sensor hinzukaufen – so lautet zumindest die Empfehlung der Facebook-Tochter.

Ursprüngliche Meldung vom 10. Oktober:

Lange hat es gedauert: 16 Monate sind seit der ersten Vorstellung von Oculus Touch vergangen. Im Dezember bekommt Oculus Rift nun endlich 3D-Controller spendiert.

Die Vorbestellungen für Oculus Touch starten heute Abend ab 21 Uhr auf der Webseite von Oculus VR. Die Controller werden ab dem 6. Dezember ausgeliefert. Der Preis liegt bei 199 Euro, Versandkosten sind in dem Preis wahrscheinlich nicht inbegriffen. Vorbesteller der Oculus-Rift-Brille, die sich seinerzeit einen Platz in der Warteschlange sicherten, müssen derweil nicht hetzen: Sie haben bis zum 28. Oktober um 9 Uhr morgens Zeit, Anspruch auf ein Exemplar zu erheben. Wichtig ist, dass bei der Vorbestellung  der Touch-Controller die gleiche E-Mail-Adresse verwendet wird wie bei der Bestellung der Rift-Brille.

Da diesmal auch Media Markt und Saturn – die deutschen Vertriebspartner von Oculus VR – zeitgleich mit den Online-Bestellern versorgt werden, könnte man sich im Falle von hohen Versandkosten durchaus überlegen, auf die Vorbestellung in den USA zu verzichten. Aufgrund des hohen Preises scheint es unwahrscheinlich, dass die 3D-Controller zum Marktstart restlos vergriffen sein werden.

Ohnehin versprach Oculus’ Geschäftsführer Brendan Iribe über Twitter, dass man aus den Fehlern des Rift-Launchs gelernt habe und man diesmal ausreichend hohe Stückzahlen bereitstellen könne. Lieferprobleme solle es nicht geben.

Was lange währt, wird richtig gut?

In Oculus’ Abteilung für Forschung und Entwicklung wird schon seit mehreren Jahren an Oculus Touch gearbeitet. Zeitgleich mit der finalen Version der Rift-Brille wurden die 3D-Controller im Sommer 2015 erstmals präsentiert und seitdem kontinuierlich verbessert, insbesondere der Formfaktor, die Ergonomie und das Button-Layout. Der eigentliche Grund für den verzögerten Marktstart ist laut Jason Rubin, Chef der Oculus Studios, nicht die Hard-, sondern die Software.

“Wir wollten unseren Entwicklern ausreichend Zeit lassen, um ein hochwertiges Lineup zum Launch auf die Beine zu stellen, das nicht nur für ein paar Minuten Spaß bringt, sondern für ein paar Stunden […]”, sagte Rubin dem Online-Magazin Road to VR. Spieler, die mit den Bewegungscontrollern wenig anfangen können, müssen sich nicht ärgern: Das Gamepad wird weiterhin unterstützt und liegt auch in Zukunft jeder Rift-Brille bei.

Die Facebook-Tochter möchte nicht nur einen neuen Spielecontroller für Gamer auf den Markt werfen, sondern einen neuen Standard für Eingabemethoden in Virtual Reality setzen. So äußerte Oculus’ Techphilosoph Michael Abrash auf der Connect 3 die Hoffnung, dass Oculus Touch eine Art Mausersatz für VR-Anwendungen werden könnte und über viele Jahre hinweg in verschiedenen Szenarien genutzt wird.

Neben Spielen arbeitet Oculus VR an Apps für Gestaltung und Design, die speziell für die Touch-Controller optimiert werden. Gegenüber den Vive-Stäben bieten Oculus Touch zusätzliche Sensoren, die erkennen, ob die Finger am Gerät anliegen oder nicht. Das ermöglicht die Darstellung einer konkreteren Hand- und Fingerpräsenz und einfacher Gesten im virtuellen Raum.

| Featured Image: Oculus VR