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Oculus Rift: Postapokalypse-Shooter “Arktika.1” erscheint am 10. Oktober

von Tomislav Bezmalinovic13. September 2017

Das Ende ist nah. Im Jahre 2120 hat eine zweite Eiszeit den größten Teil der Menschheit dahingerafft, die wenigen Überlebenden haben sich in gut geschützte Anlagen und Bunker zurückgezogen. Als Soldat muss man eine der letzten Zufluchtsstätten vor Banditen, Plünderern und Mutanten verteidigen. Nun gaben die Entwickler das Erscheinungsdatum bekannt: Das Spiel kommt am 10. Oktober exklusiv für Oculus Rift, Vorbesteller erhalten einen kleinen Rabatt.

Irgendwo in der ehemalig russischen Wostokregion liegt unter viel Eis begraben “Arktika.1”, eine der letzten Kolonien der Menschheit. In den ersten Spielminuten fährt man im dichten Schneegestöber an mehreren, schwer bewachten Grenzposten vorbei, während die Fahrerin den Spieler in die neue Umgebung und Mission einführt.

Hinter dem atmosphärisch dichten VR-Spiel steckt das ukrainische Studio 4A Games, das zuvor die postapokalyptischen Ego-Shooter “Metro: 2033” und “Metro: Last Light” schuf. Arktika.1 sollte eine vergleichbar gute Grafik bieten, denn es kommt die gleiche Engine zum Einsatz.

Für Kämpfe kann der Spiele auf modernisierte Versionen traditioneller Waffen oder auf futuristische Gerätschaften zurückgreifen. Eine elektromagnetische Laserpistole hat zwar nicht den Durchschlag eines Revolvers, kann dafür aber Gegner markieren und Lasergeschosse abfeuern, die Objekte umfliegen, hinter denen sich Gegner verstecken.

Einige Waffen bieten mehrere Schussmodi, können mit unterschiedlicher Munition geladen oder durch Visiere und anderes Zubehör modular erweitert werden. Die Entwickler versprechen, dass man im Laufe des Spiels Waffenteile finden und zu komplett neuen Handfeuerwaffen zusammenbauen kann. In einem Schießstand können Spieler jederzeit mit den Waffen, der Munition und Modulen experimentieren.

Kontroverses Fortbewegungsmodell

Der umstrittenste Aspekt von Arktika.1 dürfte die Fortbewegung sein, denn die Entwickler entschieden sich für ein einziges und noch dazu sehr eingeschränktes Fortbewegungsmodell: Anstatt sich fließend fortzubewegen, muss der Spieler zwischen vordefinierten Teleportationspunkten hin- und herspringen, ähnlich wie bei Wilson’s Heart.

Blickt man in die Richtung eines solchen Punkts, sieht man entweder in Blau oder in Gelb die Silhouette der eigenen Spielfigur aufleuchten. Blau bedeutet, dass man an diesem Punkt gut gegen feindliches Feuer geschützt ist. Wer mehr riskieren will, rückt gleich zu gelben Punkten vor, die näher bei Gegnern positioniert sind, aber weniger Schutz bieten.

Mit dieser Teleportationsmechanik tragen die Entwickler den Spielern Rechnung, denen künstliche Fortbewegung nicht gut bekommt. Es bleibt zu hoffen, dass 4A Games für den Rest der Spielerschaft mit einem Update fließende Fortbewegung ermöglichen. Ansonsten dürfte sich die Begeisterung in Grenzen halten.

Arktika.1 erscheint am 10. Oktober im Oculus Store und kostet 29,99 Euro. Wer das Spiel vorbestellt, erhält es für 26,99 Euro (um zehn Prozent herabgesetzt). Unten sind zwei ältere Videos zu sehen, die das Waffensystem und den Spieleinstieg sowie mehrere Gameplay-Sequenzen zeigen.

| Featured Image: 4A Games

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