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Oculus Rift: Update 1.15 bringt offizielle Unterstützung für Room-Scale-VR

von Tomislav Bezmalinovic23. Mai 2017

Update vom 23. Mai 2017:

Community-Manager Cybereality schreibt im offiziellen Forum, dass Oculus begonnen hat, Update 1.15 auszurollen.

Das 360-Grad-Tracking mit drei Sensoren wird nun offiziell unterstützt. Immer noch als experimentell gilt das 360-Tracking-Setup mit lediglich zwei Sensoren.

Neu ist ein kurzer Animationsfilm, der die Nutzer beim Aufstarten der Oculus-Software in die sichere Verwendung der Technologie einführt. Läuft das Video durch, muss man bestätigen, dass man es gesehen hat . Danach taucht der Warnhinweis beim Aufsetzen der VR-Brille nicht mehr auf.

 

Die offizielle Liste der Änderungen kann man hier einsehen.

Ursprünglicher Artikel vom 12. Mai 2017: Room-Scale-VR wird ab Update 1.15 offiziell unterstützt

Lange hielt Oculus an der Überzeugung fest, dass die Mehrheit der Nutzer auf raumfüllendes Tracking verzichten kann. Mit dem demnächst erscheinenden Update der Systemsoftware verliert das 3-Sensoren-Setup den experimentellen Status und wird offiziell von Oculus unterstützt.

Raumfüllendes Tracking sollte mehr als ein halbes Jahr lang ein Alleinstellungsmerkmal von HTC Vive sein. Erst im Oktober 2016 kündigte der damalige Oculus-CEO Brendan Iribe auf der hauseigenen Konferenz an, dass Oculus Rift demnächst ein experimentelles Room-Scale-Setup unterstützen werde. Für ein optimales Erlebnis empfiehlt das Unternehmen den Kauf eines dritten Sensors. Seit Mitte Dezember kann man diesen separat bestellen.

Da die Einrichtung eines solchen Setups alles andere als eine triviale Angelegenheit ist, veröffentliche Oculus im Januar eine Reihe von Anleitungen, die die optimale Aufstellung der Sensoren und die ideale USB-Anbindung behandeln. Das Anfang Februar erschienene Update 1.11 sollte zudem Trackingprobleme lösen, die bei der Verwendung von drei Sensoren auftreten. Stattdessen klagten viele Nutzer, dass sich das Tracking nach der Aktualisierung verschlechtert habe.

Oculus versprach, Updates vor der Veröffentlichung eingehender zu testen und stellte ein Beta-Programm für Nutzer in Aussicht. Mit Update 1.12, das Ende Februar erschien, behob Oculus die Trackingprobleme weitgehend und kündigte an, dass das 3-Sensoren-Setup in den nächsten zwei Monaten den experimentellen Status verlieren werde. Nach zwei weiteren Updates scheint die Zeit nun reif.

Der Warnhinweis ist passé

Im Oculus-Forum schreibt der Community-Manager Cybereality, dass das Setup mit drei Sensoren ab Update 1.15 offiziell unterstützt wird. Das Update wurde in das Beta-Programm hochgeladen, an dem jeder Nutzer teilnehmen kann. Hierfür betritt man die Einstellungen der Systemsoftware, wählt die Schaltfläche “Beta Version” und aktiviert dort den “Public Test Channel”. Die Installation des Updates kann man nicht erzwingen, sodass man unter Umständen einen Tag warten muss, bis es aufgespielt wird.

Laut Cyberreality wurde der Assistent für die Einrichtung der Sensoren mit 1.15 weiter verbessert. Bei einigen Nutzern, darunter auch mir, hatte das Programm nach dem Update 1.14 Schwierigkeiten damit, die Aufstellung der Sensoren zu erkennen. Nach der Aktualisierung auf Version 1.15 tritt dieses Problem nicht mehr auf.

Besitzer von Oculus Rift dürfte außerdem freuen, dass der Warnhinweis beim Aufstarten des Systems der Vergangenheit angehört. Neu erscheint einmalig ein kurzer Animationsfilm, der die Nutzer in die sichere Verwendung der Technologie einführt. Danach muss man nur noch bestätigen, dass man den Film zur Kenntnis genommen hat und der Warnhinweis verschwindet. Laut Cyberreality wird 1.15 noch weitere Verbesserungen enthalten, die noch nicht bekanntgegeben wurden.

Gemäß einer Auswertung des Ghostline-Analyseprogramms nutzen rund 15 Prozent der Besitzer von Oculus Rift einen dritten Sensor. Dieser ermöglicht nicht nur raumfüllende Virtual Reality, sondern verbessert laut der Statistik auch das Tracking: Mit einem dritten Sensor soll das Trackingsystem nur noch mit halb so viel Aussetzern kämpfen und damit fast so präzise arbeiten wie HTCs Lighthouse.

| Featured Image: Oculus

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