Die Webseite Techcrunch will neue Details zu einem möglichen Oculus-Rift-Nachfolger ausgegraben haben. Das Gerät heißt “Oculus Rift S” und ist gegenüber der aktuellen Rift-Brille moderat verbessert.

Laut Redakteur Lucas Matney von der US-Seite Techcrunch plant Facebook ein moderates Update für die PC-VR-Brille Oculus Rift. Das neue Modell heißt wahrscheinlich Oculus Rift S und soll im kommenden Jahr erscheinen.

Oculus Rift S soll eine höhere Displayauflösung und dasselbe integrierte Trackingsystem wie Oculus Quest bieten. Für die aktuelle Rift-Brille müssen mindestens zwei – besser drei – Trackingsensoren im Raum aufgebaut und mit dem PC verbunden werden. Mit einem integrierten Trackingsystem wäre der Installationsaufwand deutlich reduziert.

Der Leiter der Rift-Abteilung Nate Mitchell bekräftigt, dass die PC-Brille Oculus' Highend-VR-Plattform bleiben wird.

Oculus Quest hat vier Trackingkameras in den Ecken des Brillengehäuses verbaut. Bild: Oculus

Oculus Rift 2 sollte ursprünglich Highend-Brille werden

Vergangene Woche berichtete Matney unter Berufung auf eine unternehmensnahe Quelle, dass die Entwicklung von Oculus Rift 2 gestoppt wurde.

Auch dazu hat Matney nun weitere Details: Das Gerät hatte intern den Codenamen “Caspar” und soll ein komplettes Redesign der Rift-Brille mit Highend-Technologie gewesen sein.

Facebooks Führungsspitze hatte laut Matneys Quelle kein Interesse an einer teuren Highend-Brille, die noch dazu einen kostspieligen PC als Zuspieler benötigt.

Rift S soll zwar im Vergleich zu Caspar eine weniger hochwertige VR-Erfahrung bieten, dafür aber kurzfristig mehr Wachstum auslösen können, so jedenfalls die Meinung der Facebook-Entscheider.

Die Debatte um die Ausrichtung von Oculus Rift 2 soll der Anlass für den Abgang des Oculus-Mitgründers Brendan Iribe vergangene Woche gewesen sein. Iribe leitete die Entwicklung des Rift-2-Prototyps und wollte hinsichtlich der Qualität keinen Kompromiss eingehen, berichtet Matney.

Facebook kommentiert das Oculus-Rift-S-Gerücht auf Techcrunch-Nachfrage nicht, verweist jedoch auf die Stellungnahme aus der vergangenen Woche, dass PC VR ein fester Bestandteil der Hardware-Pläne sei. Investitionen in VR-Software seien schon bis 2020 geplant.

Einordnung: Wenn Oculus Rift S eine modifzierte Quest-Brille mit Trackingsystem, aber ohne Prozessor ist, könnte Facebook womöglich für sehr kleines Geld eine bessere Rift-Brille auf den Markt bringen. Ein Preis von 199 Euro mit Controllern scheint realistisch.

Zuletzt aktualisiert am 1. November 2018, 07:07


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