Die soziale Interaktion in Virtual Reality ist sehr anders als am klassischen Monitor. Da sowohl Kopf- als auch Handbewegungen von der Realität exakt in die virtuelle Welt übertragen werden, ergeben sich völlig neue digitale Umgangsformen. Laut Oculus-Manager Jason Rubin überträgt sich ein größerer Anteil der realen Persönlichkeit des VR-Brillenträgers in den Computer.

Normalerweise tendieren Menschen dazu – speziell in Online-Games – in die Netz-Anonymität einzutauchen und sich digital ganz anders zu verhalten, als sie es in der Realität tun würden. Laut Oculus-Manager Jason Rubin ist das in der Virtual Reality eher nicht der Fall.

“Bei Multiplayer-Spielen in VR gibt es die gleiche Sozialangst wie im echten Leben”, sagt Rubin der Webseite Fastcompany. Sozialscheue Menschen seien auch in VR schüchtern, wenn sie in Online-Welten anderen Avataren in das virtuelle Auge schauen oder sich zuwinken. “Wir bemerken, dass schüchterne Menschen dieses Schüchternheitsgefühl bekommen”, sagt Rubin.

Oculus musste Marvel erst von VR überzeugen

Rubin tätigt die Aussage im Kontext des kommenden Social-Spiels “Powers United VR” von Marvel, das 2018 exklusiv für Oculus Rift erscheint. Bis zu vier Spieler schlüpfen in die Rolle eines Marvel-Helden und prügeln und ballern sich gemeinsam durch die Gegnerhorden.

Damit das Spiel überhaupt in Produktion ging, musste sich Oculus laut Rubin gehörig anstrengen.

“Sie (Marvel) waren am Anfang nicht überzeugt, da VR so neu ist und sie sich nicht sicher waren, dass sie es probieren wollen. Sie gehen sehr vorsichtig mit ihren Marken um”, sagt Rubin.

Oculus habe häufig nachgefragt und ein “Nein” bekommen. Erst ein Prototyp des Entwicklerstudios Sanzaru Games konnte Marvel vom VR-Projekt überzeugen.

“Mit VR kann man wirklich der Superheld sein”, erklärt Rubin. Das sei eine Erfahrung, die man mit keinem anderen Medium haben könne.

| Featured Image: Marvel / Oculus

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