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Oculus Rift: Social-Features für Gear VR haben Priorität

von Matthias Bastian11. Juni 2017

Ein neues Update wertet das Virtual-Reality-Zuhause in Oculus Home zwar optisch, aber nicht sozial auf. Für Rift-Besitzer bleibt es wie gehabt schwierig, sich mit anderen Nutzern virtuell zu treffen. Das Problem ist Oculus VR bekannt, an einer Lösung wird gearbeitet.

Mit den Social-Apps Oculus Parties und Rooms hat Oculus das Problem sogar schon gelöst – aber nur für die mobile VR-Brille Gear VR. Bei Parties können sich VR-Nutzer via Voice-Chat in einer Gruppe zusammentelefonieren.

Rooms ist die Steigerung zu Parties. Hier trifft man sich als Avatar virtuell-physisch in einer 360-Grad-Umgebung mit andere Nutzern. Der Voice-Chat aus Parties läuft weiter und wird sogar räumlich wiedergegeben, sobald sich mehrere Gesprächsteilnehmer im gleichen Raum aufhalten.

In dem Oculus-Raum steht auch ein Tisch, an dem Nutzer gemeinsam Apps auswählen und als Gruppe starten können. Darüber hinaus bietet die Umgebung gemeinschaftliche Video-Streams und eine Reihe von Brettspielen. Sowohl Parties als auch Rooms sind jederzeit aus jeder Gear-VR-App zugänglich.

Zwar sind all diese Funktionen auch für Oculus Rift angekündigt. Aber seit dem Launch der Gear-VR-Version im Dezember 2016 gab es dazu keine Neuigkeiten mehr – obwohl eine Unterstützung für Oculus Rift fürs erste Quartal 2017 in Aussicht gestellt wurde.

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Mobile-VR ist vorerst wichtiger als Oculus Rift

Rift-Besitzer bekamen mit Spaces zwischenzeitlich zwar eine kostenlose Social-App von Facebook spendiert, diese ersetzt aber nicht die Funktionen, die Rooms und Parties bieten.

Beispielsweise fehlt Spaces die vollständige Integration in die Oculus-Home-Umgebung. Die App läuft stattdessen als eigenständige Anwendung parallel zu Oculus Home und kann nur mit einem Facebook-Account genutzt werden.

Oculus-Manager Nate Mitchell schreibt bei Twitter, dass Spaces nicht als Ersatz für Rooms und Parties vorgesehen ist. Das Social-Team von Oculus sei jedoch darauf fokussiert, die Social-Features für Samsung Gear VR zu perfektionieren. Die PC-Integration wird offenbar nicht parallel entwickelt.

Als Gründe dafür nennt Mitchell eine höhere Entwicklungsgeschwindigkeit und neue Features für Gear VR. Der Oculus-Manager verspricht dennoch zeitnah neue Social-Features für Oculus Rift. Zurzeit gäbe es jedoch keine Ankündigung.

Dass Oculus Gear VR priorisiert, ergibt durchaus Sinn: Von der mobilen Brille sind mehr als sechs Millionen Einheiten am Markt. Oculus Rift hingegen verkauft sich seit dem Marktstart eher schleppend. Genaue Daten sind nicht bekannt, Schätzungen liegen bei 200.000 bis 300.000 verkauften Highend-Brillen im vergangenen Jahr.

| Featured Image: Oculus VR

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