0

Oculus Rift: The Unspoken für Oculus Touch im Vorabtest

von Christian Steiner23. August 2016

Auf der Gamescom demonstrierte Oculus VR “The Unspoken” als eines der ersten Spiele, das gleichsam Oculus Touch und zwei Spieler unterstützt.

Mit The Unspoken bringt Insomniac Games nach Edge of Nowhere bereits den zweiten Exklusivtitel für Oculus Rift. Während Edge of Nowhere traditionell auf das Gamepad als Eingabegerät setzt, werden diesmal zwingend die 3D-Controller Oculus Touch vorausgesetzt. Das Entwicklerstudio beschreibt The Unspoken als eine Art “Fight Club für Magier” und als Genremischung aus “Beat’em Up” und “Arena-Shooter”. Zwei Spieler duellieren sich in Virtual Reality, indem sie sich mit virtuellen Feuerbällen, Zaubersprüchen und Wurfgeschossen aller Art bekriegen.

Via Teleport beamt man sich an strategisch wichtige Punkte in der Arena und versucht, die richtige Balance aus Attacke und Verteidigung zu finden. Um sich an einen bestimmten Punkt zu teleportieren, muss man diesen zuvor anschauen und im Sichtfeld haben. Ein blinder Teleport, wie beispielsweise bei der neuesten Demo der VR-Adaption von Doom, war in der Demo nicht möglich. Das schränkt die taktischen Möglichkeiten ein.

Einen Teil desWaffenarsenals muss man sich im Spielverlauf erst verdienen. In der Demo konnte man beispielsweise mittels magischem Hammer und Amboss in einem kurzen Geschicklichkeitstest einen Speer schmieden, um diesen anschließend in Richtung Gegner zu schleudern. Die Wurfgeschosse verhalten sich allerdings physikalisch korrekt – das macht es recht anspruchsvoll, einen Treffer zu landen. Der Ersteindruck: The Unspoken ist kein einfaches Spiel.

Hektisches Gehampel

Die Besonderheit an The Unspoken ist der starke Fokus auf die Touch-Controller. Das Spiel soll das Optimum aus der Handsteuerung samt Fingerpräsenz herausholen und wird fast ausschließlich über Gesten und Bewegungen gelenkt. Das ist zwar recht intuitiv, dennoch ist der Spielablauf von einer enormen Hektik geprägt, sodass die Demo insgesamt einen eher durchwachsenen Eindruck hinterließ.

Mein Gegner und ich versuchten in unserem kurzen Duell gleichermaßen mit maximaler Projektildichte statt mit kluger Strategie den Sieg zu erringen. Taktische Entscheidungen spielten kaum eine Rolle und der überlegte Rückzug war keine gewinnversprechende Option. Möglicherweise lag das aber auch am fehlenden Training der beiden Kontrahenten.

Bis zum Launch im November bleiben Insomniac Games noch einige Wochen Zeit, um den Spielablauf zu optimieren. Vielleicht wird der Titel dann auch für Fans des elektronischen Sports interessant.

| Featured Image: Insomniac Games