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Oculus Rift und HTC Vive: Interaktiver VR-Kurzfilm Gary the Gull verfügbar

von Carolin Albrand28. November 2016

Update vom 28. November 2016:

Das VR-Startup Limitless stellt den Kurzfilm “Gary the Gull” ab sofort als kostenlosen Download zur Verfügung. Die Demo gibt es für HTC Vive bei Steam, für Oculus Rift oder Samsung Gear VR bei Oculus Home. Die kurze VR-Erfahrung soll die Animations- und Interaktionstechnologie von Limitless präsentieren. Die Möwe Gary reagiert auf Zuruf, ein Nicken oder ein Kopfschütteln. Je nach Verhalten des Zuschauers verändert sich der Monolog der Möwe oder der Handlungsstrang variiert.

Limitless möchte die eigene Engine Produzenten von VR-Inhalten zur Verfügung stellen. Charaktere können innerhalb einer Szene mittels 3D-Controllern animiert und Laufwege festgelegt werden. Das soll deutlich intuitiver funktionieren als bei vergleichbarer Software für den 2D-Monitor. Gerade Laien sollen so einen schnelleren Zugang zu Animation bekommen. Profis verspricht Limitless eine deutlich schnellere Arbeitsweise. Mehr Informationen zu den Features der Engine gibt es hier.

Ursprüngliche Meldung vom 4. März 2016: Lebensnahe und glaubhafte Charaktere für Virtual Reality

Was bringen die schönsten virtuellen Welten, wenn die Charaktere darin stumm und leblos wirken? Die Überzeugungskraft der Virtual Reality geht verloren, wenn virtuelle Figuren nur stumpfsinnig in die Gegend starren und im Kreis wandern, statt authentisch auf den virtuellen Besucher zu reagieren.

Während man in klassischen Computerspielen virtuellen Figuren den ein oder anderen Ausfall noch verzeihen mag, wiegen diese in Virtual Reality besonders schwer. Immerhin betrachtet man die Charaktere nicht distanziert durch eine schützende Monitorscheibe, sondern sie stehen, wie im echten Leben auch, lebensgroß vor dem eigenen Auge. Dadurch gewinnen virtuelle Figuren rein visuell deutlich an Präsenz und Glaubhaftigkeit; umso gravierender ist es, wenn ihr Verhalten mit dieser visuellen Authentizität bricht.

Genau dieses Problem will das Virtual-Reality-Startup “Limitless” lösen. Limitless arbeitet an einer Software, die es Content-Produzenten aus allen Bereichen möglichst einfach machen soll, glaubhafte, digitale Lebewesen zu erschaffen. Sie sollen auf Blicke, Gesten und Sprache reagieren und so auf natürliche Art mit dem VR-Nutzer interagieren. Ein erstes Beispiel dafür ist die Möwe “Gary”, die am Strand um die Aufmersamkeit des Zuschauers buhlt. Die Möwe wurde mit der Technologie von Limitless zum Leben erweckt.

Gegründet wurde Limitless von Tom Sanocki, der unter anderem für Pixar an Charakteren aus “Findet Nemo”, “Cars” oder “Oben” mitarbeitete. Dort lernte er mehr als zehn Jahre lang, wie man virtuelle Charaktere glaubhaft und lebendig wirken lässt.

“Wenn man mit Charakteren interagiert, dann verändert das emotionale Aspekte einer Story und verbessert die Immersion des Zuschauers – egal ob es ein Film, ein Spiel oder Werbung ist. Unser Team besteht aus High-End Film- und Spieleunternehmen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Charaktere zu entwerfen, die genauso ein Teil von unserer Welt sind, wie wir ein Teil von ihrer”, sagt Sanocki. “Wenn VR Mainstream wird, dann hoffen wir, dass möglichst viele glaubhafte Charaktere dabei sind, die mit unsere Technologie erstellt wurden.” Die Limitless-Software wird Entwicklern auf der Game Developers Conference vorgestellt, die vom 14. bis 18. März in San Francisco stattfindet.

| FEATURED IMAGE: Limitless
| SOURCE: Limitless Press Release