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Oculus Rift und HTC Vive: Weltraumerkundung mit Titans of Space

von Matthias Bastian21. Mai 2016

Wenn es so etwas wie einen Klassiker für das junge Medium Virtual Reality schon geben kann, dann zählt “Titans of Space” sicherlich dazu. Eine erste Version der App für die virtuelle Weltraumerkundung erschien bereits vor drei Jahren, seitdem tauchten über eine halbe Million Nutzer mit der Anwendung in Virtual Reality ein.

Die erweiterte Neuauflage “Titans of Space 2.0” erscheint kommende Woche für Oculus Rift und HTC Vive als Early-Access-Version und bietet neben dem Standardausflug ins Weltall einige neue Features. Unter anderem kann man den Weltraum jetzt auch im Stehen erkunden und zwei Planeten Seite an Seite miteinander vergleichen. Optional lässt sich ein kleiner Satellit starten, um mit den Anziehungskräften der verschiedenen Planeten zu experimentieren – konzeptionell klingt das ein wenig nach Universe Sandbox 2 VR. Auch die Handcontroller von HTC Vive sowie Oculus Touch sollen im weiteren Entwicklungsverlauf besser integriert werden.

Titans of Space 2.0 kann ab dem 24. Mai bei Steam heruntergeladen werden. Die Entwicklungsversion kostet acht US-Dollar, die finale Version wird preislich etwas darüberliegen. Die Standardtour aus “Titans of Space” ist kostenlos für mobile VR-Brillen wie Google Cardboard und Samsung Gear VR verfügbar. Die mobile Version der Lern-App hatten wir zum Release im März 2015 bereits ausführlich getestet und beschrieben sie wie folgt:

Ich sitze in einem Raumschiff und schwebe im Weltall. Vor mir sehe ich den blauen Planeten Erde, so wie ich ihn schon hunderte Male auf Bildern oder in Videos gesehen habe. Ich drehe meinen Kopf zur Seite und erkenne den Mond, der um die Erde kreist. Am Schattenwurf merke ich, dass die Sonne in meinem Rücken ist. Ich drehe mich nach hinten und…mein Gott ist die riesig. Die Sonne strahlt mir gleißend hell entgegen und zum ersten Mal in meinem Leben bekomme ich ein virtuell vermitteltes, aber dennoch reales Gefühl dafür, wie groß die Sonne im Vergleich zur Erde ist.

Natürlich kenne ich Zahlen, habe Bilder gesehen, habe mal was in der Schule gelernt. Aber in diesem Moment, mit einem beknackten Pappkarton auf dem Kopf und einem Smartphone vor den Augen, visualisiert mein Gehirn das erste Mal den Größenunterschied korrekt. Und das hinterlässt einen bleibenden Eindruck. […] Titans of Space zeigt eindrucksvoll, dass in Virtual-Reality-Anwendungen enormes Potenzial steckt, um Wissen zu vermitteln. Denn trotz aller technischen Defizite, die die Cardboard-Lösung mit sich bringt, hat man für einen kurzen Moment den Eindruck, tatsächlich im All unterwegs zu sein. Und das vergisst man lange nicht so schnell wie ein paar Zahlen im Schulbuch.

| Featured Image: DrashVR LLC