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Oculus Rift: Virtual-Reality-Klassiker “Dactyl Nightmare” neu aufgelegt

von Matthias Bastian25. Mai 2017

Das Virtual-Reality-Spiel “Dactyl Nightmare” war in den 90er-Jahren eine Vorzeigedemo für VR-Brillen, sozusagen das “Tilt Brush” der ersten VR-Welle. Ein Indie-Entwickler hat den Retro-Klassiker für Oculus Rift portiert.

“Polygon Nightmare” für Oculus Rift ist eine originalgetreue Umsetzung von Dactyl Nightmare, das 1991 für das Virtual Reality Arcade-System der Firma Virtuality erschien. Die Hardware war das wohl reifste VR-System der ersten Virtual-Reality-Welle.

Die Erfassung der Kopfbewegungen funktioniert schon damals mit einer Latenz unter 50 Millisekunden, die Grafik wurde in stereoskopischem 3D dargestellt. Bis zu vier Spieler gleichzeitig konnten sich in der Steinzeit-Matrix bewegen.

Allerdings waren die Geräte klobige und teure Monster. Bis zu 75.000 US-Dollar kostete ein Virtuality-System. Ein herkömmlicher Arcade-Automat lag damals bei circa 5.000 US-Dollar. Für Betreiber einer Spielhalle war die VR-Brille eine enorme Investition.

GIF Dactyl Nightmare: Virtual Reality aus den 90er Jahren

Retro-Sichtfeld mit 60 Grad

Polygon Nightmare transportiert das VR-Erlebnis des Originals in authentischer Optik samt Spielablauf in die moderne VR-Brille. Auflösung und Framerate sind zwar deutlich höher, auf Wunsch lässt sich jedoch die originale Sichtfeldweite von gerade einmal 60 Grad aktivieren. Dann hat man nur mehr ein kleines Guckloch in die Virtual Reality statt eines weiten Fensters.

Wer gerne einen Blick zurück in die Vergangenheit der Virtual Reality werfen und erfahren möchte, was die ersten VR-Enthusiasten begeisterte, sollte sich den Download nicht entgehen lassen. Die App ist kostenlos bei Oculus Home verfügbar und mit den 3D-Controllern Oculus Touch kompatibel.

Vorsicht: Wer zu VR-Übelkeit neigt, könnte im Polygon-Albtraum schnell Probleme bekommen. Heutige Best-Practice-Erkenntnisse zur künstlichen Fortbewegung wurden damals noch ignoriert.

| Featured Image: Polygon Nightmare

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