Eine Vortragsankündigung für die Entwicklerkonferenz Connect 5 enthält einen Hinweis auf Oculus’ mögliche Software-Strategie für die autarke VR-Brille Santa Cruz.

Ende September findet zum fünften Mal die Oculus-Entwicklerkonferenz Connect statt. In dem jetzt teilweise veröffentlichten Programm wird ein Vortrag mit dem Titel “Portiere Deine Anwendung für Santa Cruz” angekündigt. Halten wird ihn der Oculus-Ingenieur Gabor Szauer, verantwortlich für die Kontaktpflege mit Entwicklern.

In der Beschreibung des Vortrags heißt es: “Der Marktstart von autarken VR-Brillen macht VR zugänglicher und gibt Entwicklern Zugriff auf ein größeres Publikum. Die gute Nachricht: Du bist schon vorbereitet.” Die Formulierung legt nahe, dass die vorhandene Oculus-Entwicklungsumgebung auf Kompatibilität mit der neuen VR-Brille optimiert wird.

In dem Vortrag wird eine “breite Auswahl an bewährten Methoden” vorgestellt, mit denen die Leistung einer VR-App ohne grafische Einbußen verbessert werden kann. Das spricht dafür, dass Entwickler eher technisch komplexe PC-Anwendungen statt mobiler VR-Apps auf Santa Cruz übertragen sollen. Eine Portierung von Oculus-Go- und Gear-VR-Apps hätte wohl eher grafische Verbesserungen und eine höhere Performance zufolge: Santa Cruz rechnet deutlich schneller als Oculus Go.

Wird Santa Cruz die erste VR-Konsole?

Sollte Oculus-Rift-Software – zumindest eine Auswahl davon – ohne größere Einbußen für Santa Cruz portierbar sein, wäre das ein großer Vorteil für Oculus. Die autarke Brille böte vom ersten Tag an eine umfangreiche Software-Bibliothek, wäre jedoch deutlich einfacher in der Handhabung als Oculus Rift. Da kein Highend-PC benötigt wird, ist die Einstiegshürde gering.

In der Vergangenheit bezeichnete Oculus’ Entwicklerchef Chris Pruett Santa Cruz als “VR-Konsole”: Viele Spiele, einfach zu nutzen. Portierungen von Oculus Rift zu Santa Cruz würden gut in diese Strategie passen. Auch die Controller von Santa Cruz ähneln Oculus Touch für Oculus Rift stark.

Dass Oculus die Marktfragmentierung und somit den Aufwand für Entwickler gering halten will, zeigt die Herangehensweise bei Oculus Go: Die mobile VR-Brille ist zu fast 100 Prozent kompatibel mit Samsungs Gear VR. Inhalte laufen im Grunde ohne Portierungsaufwand auf beiden Systemen. Ausnahmen gibt es fast keine. Die Brillen teilen sich denselben Oculus-Store.

Alle bislang bekannten Fakten und Gerüchte zu Oculus Santa Cruz stehen in unserem großen Sammelartikel.

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