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Oculus: “Spiele wie Skyrim oder GTA sind unausweichlich”

von Matthias Bastian14. März 2017

Um die Gemeinde der enthusiastischen Spieler für die VR-Brille zu begeistern, reichen kurze und experimentelle VR-Erfahrungen nicht aus. Sie wollen mehr von dem, was sie schon kennen – optimiert für die Virtual Reality. Oculus-Manager Jason Rubin verspricht, dass VR-Spiele vom Kaliber eines Skyrim, GTA oder Call of Duty erscheinen werden.

Es sei unausweichlich, sagt Rubin, dass früher oder später VR-Spiele erscheinen, die es beim Umfang der Spielewelt mit bekannten Titeln wie Grand Theft Auto oder dem gigantischen Rollenspiel Skyrim aufnehmen können. Seine Annahme begründet er recht einfach: “Entwickler werden immer besser in dem, was sie tun.”

Allerdings bräuchten derart umfangreiche Spiele eine lange Zeit in der Entwicklung. Viele große Spiele für den  flachen Monitor seien außerdem Fortsetzungen, bei denen Programmierer mit einem großen Wissensvorsprung in die Entwicklung starten können. Für die VR-Brille gebe es dieses Wissen noch nicht.

Demnächst erscheinende und von Oculus finanzierte VR-Spiele wie “Wilson’s Heart” und “Lone Echo” seien bereits “ein Quantensprung hin zu einem vollständigen Ökosystem”, glaubt Rubin.

Was der Oculus-Manager nicht anspricht: Ein grundlegendes Problem, weshalb herkömmliche Spiele und Spielkonzepte nicht für Virtual Reality übernommen werden, ist die VR-Übelkeit bei künstlicher Fortbewegung mit dem Gamepad. Bislang gibt es keine grundlegende Lösung, die alle beteiligten Parteien zufriedenstellt.

Oculus gratuliert Sony: Gut für VR

Rubin gibt sich zuversichtlich, dass die bislang eher schwachen Verkaufszahlen von Oculus Rift in Zukunft deutlich anziehen, wenn sich der Preis der VR-Brille dem von Playstation VR annähert.

Sony hat seit dem Marktstart vergangenen Oktober rund eine Million Playstation-VR-Brillen verkauft. Oculus nennt keine offiziellen Zahlen, wird aber von Analysten auf circa 250.000 verkaufte VR-Brillen seit März 2016 geschätzt und dürfte deutlich hinter dem Mitbewerber HTC Vive (ca. 450.000 Einheiten, April 2016) liegen.

Der erfolgreiche Marktstart der Japaner ist laut Rubin ein positives Signal für die gesamte Virtual-Reality-Branche. “Ich bin sehr froh darüber, dass Sony so viele Geräte verkauft. Das ist gut für VR.”

Die früheren Kollegen dürften das Lob gerne entgegennehmen: als Spieleentwickler arbeitete Rubin eng mit Sony zusammen. Sein früheres Entwicklerstudio Naughty Dog programmierte zu Rubins Zeiten das Kultspiel “Crash Bandicoot”, das entscheidend zum Erfolg der Marke Playstation beitrug.

Zuletzt senkte Oculus VR den Preis für Oculus Rift samt Touch-Controller deutlich. Ein vollständiges Rift-System mit Room-Scale-Feature bekommt man für rund 770 Euro, zuvor waren circa 980 Euro fällig. Hinzu kommen die Kosten für einen leistungsfähigen Highend-PC.

| Featured Image: Oculus VR | Source: Gamesindustry.biz

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