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Panasonic zeigt Virtual-Reality-Brille mit 220-Grad-Sichtfeld

von VRODO9. Januar 2017

In den kommenden Jahren drängen zahlreiche weitere VR-Brillen auf den Markt, der derzeit noch von HTC, Facebook und Sony dominiert wird. Panasonic zeigt auf der CES 2017 einen interessanten Prototyp.

Äußerlich fällt an der Panasonic-Brille der futuristische und recht schlanke Formfaktor auf. Der ist wohl dem Prototyp vorbehalten, das kommerzielle Modell werde etwas breiter, sagt ein Sprecher von Panasonic.

Das Premiumfeature der Brille offenbart sich beim Blick auf die Linsen. Das Gerät soll ein Sichtfeld von 220 Grad bieten. Mit diesem Wert hätte Panasonic deutliche Vorteile gegenüber dem 100-Grad-Tunnelblick aktueller Highend-VR-Systeme. Oculus Rift und Co. sitzen eher wie Tauchermasken auf dem Kopf, als dass sie einen wirklich freien Blick in die virtuelle Welt ermöglichen.

Interessant ist, dass Panasonic nicht auf herkömmliche Kopfhörer setzt, sondern auf sogenannten Knochenschnall. Zwei Pads liegen auf Höhe der Wangenknochen an und übertragen Geräusche mittels Vibration ans Innenohr.

Die VR-Brille ist vorerst für den B2B-Sektor gedacht und soll 2018 als ein Produkt beworben werden, das sich an Anbieter von Trainings richtet und generell für Bildungszwecke eingesetzt wird. Ob, wann und zu welchem Preis eine Endverbraucherversion erscheint, ist nicht bekannt.

Vorgesehen ist ein Einsatz im Kontext der olympischen Spiele 2020 in Japan. Panasonic bastelt ebenfalls an einer passenden 360-Grad-Kamera, um die Spiele aufzuzeichnen und an die VR-Brille zu übertragen. Details zu diesen Plänen sind nicht bekannt.

Erstmals offiziell vorgestellt wurde der Prototyp auf einer Pressekonferenz im April 2015. Damals war noch die Rede von einem 90-Grad-Sichtfeld.

| Featured Image: Panasonic via Youtube