Update vom 28. November 2018:

Vertigo Games, Innerspace und Arte kündigen das Spiel für Januar 2018 an. Es erscheint für Oculus Rift, HTC Vive, Windows-Brillen und Playstation VR. Der Preis liegt bei 15 Euro.

Ursprünglicher Artikel vom 23. August 2018:

Gamescom 2018: Philosophischer VR-Puzzler “A Fisherman’s Tale” verblüfft Tester

Eine Welt in einer Welt in einer Welt: Das vor wenigen Tagen angekündigte “A Fisherman’s Tale” ist ein Rätselspiel mit philosophischer Dimension. Die ersten Testberichte von der Gamescom zeigen, was sich hinter dem einzigartigen Spielkonzept verbirgt.

Im Spiel schlüpft man in die Rolle eines Fischers, der zurückgezogen in einem Leuchtturm lebt. Schon bald stellt man fest, dass man kein Mensch aus Fleisch und Blut ist: Man steckt im Körper einer hölzernen Marionette, die an Fäden hängt.

Das Ziel des Spiels ist, die Spitze des Leuchtturms zu erreichen und das Licht anzumachen, um Seefahrern im aufkommenden Sturm Orientierung zu bieten. Auf dem Weg dorthin durchquert man eine Reihe von Räumen. Um von einem Raum zum nächsten zu gelangen, muss man vertrackte Rätsel lösen.

Ein unendlicher Abgrund

Im Zimmerchen des Fischers steht ein Miniaturmodell des Leuchtturms, mit dem es eine besondere Bewandtnis hat: Das Modell ist absolut perfekt. So perfekt, dass es selbst den Fischer zeigt: Schaut man hinein, erkennt man sich selbst in verkleinerter Form, wie man in ein winziges Miniaturmodell schaut. Ein unendlicher Abgrund ineinander verschachtelter Welten tut sich auf.

Das gilt für beide Richtungen. Die erste Aufgabe ist, ein verbarrikadiertes Fenster zu öffnen. Hat man die Bretter entfernt und schaut man zum Fenster hinaus, sieht man niemand geringeren als sich selbst: einen riesenhaften Fischer, der zu einem Fenster hinausschaut. Jetzt wiederum fühlt man sich, als wäre man geschrumpft und in ein Puppenhaus gesteckt worden.

Ein zentrales Spielelement

Dieser surreale Effekt ist mehr als nur Spielerei. Um weiterzukommen, müssen sich VR-Nutzer die sonderbare Raumlogik zunutze machen. Ein weiteres Rätsel macht es erforderlich, einen Anker von einer Tür wegzubewegen. Da er in Originalgröße zu schwer ist, wendet man sich dem Miniaturmodell zu. Dort kann man den Anker ganz einfach mit einer Hand entfernen.

Da die verschachtelten Welten durchlässig sind, kann man die Größe von Objekten manipulieren: Wirft man einen der zahlreichen Gegenstände aus dem Fenster, dreht man sich zum Miniaturmodell um und findet dort eine verkleinerte Version des Objekts. Mit diesem Trick kann man seinen Hut verkleinern und einem Krebs schenken, der einem anschließend weiterhilft.

Eine verblüffende Erfahrung

Road to VR und Upload VR konnten das erste, rund 15-minütige Kapitel des Spiels ausprobieren und ziehen ein positives Fazit. Beide Blogs sind angetan vom ungewöhnlichen Spielkonzept: Road to VR nennt A Fisherman’s Tale ein “charmantes und intuitives Rätselabenteuer bewusstseinserweiternder Dimension”, während Upload VR findet, dass es eine der bisher verblüffendsten Erfahrungen ist, die für Virtual Reality erschienen ist.

The Fisherman’s Tale wird vom Fernsehsender Arte und dem VR-Studio Innerspace entwickelt, das die VR-Erfahrungen La Péri und The Unfinished schuf. Für den Vertrieb und das Marketing ist Vertigo Games (Arizona Sunshine, Skyworld) zuständig.

Das Spiel soll Ende 2018 zuerst für Oculus Rift, HTC Vive und Windows-Brillen und zu einem späteren Zeitpunkt für Playstation VR erscheinen.

| Featured Image: Innerspace / Arte | Source: Road to VR / Upload VR

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