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Wer bei diesem Video nicht zusammenzuckt, hat Nerven aus Stahl: Ein riesiger, weißer Hai steuert schnurstracks auf den VR-Brillenträger zu.

Das rund anderthalb Minuten kurze Erklärvideo wurde vom VR-Startup Curiscope aus London produziert. Eigentlich soll es dem Zuschauer veranschaulichen, dass Haie schützenswerte und sensible Tiere sind. Obwohl das mit Sicherheit stimmt, kann man nicht verhindern, dass einem ein Schauer über den Rücken läuft, wenn die riesigen Raubtiere nur wenige Zentimeter am eigenen Kopf vorbeistreichen.

Die Tierschutzorganisation PETA ist jedenfalls so begeistert von dem 360-Video, dass sie Curiscope mit dem “Proggy-Award” belohnt. Proggy steht für Progress (“Fortschritt”) und wird für besonders tierfreundliche Medien und Produkte vergeben. Aus PETA-Perspektive ist das immersive Video eine wesentlich bessere Alternative zum Aquarium.

“Haie sind sensible, sehr intelligente Tiere, die im Ozean schwimmen sollen anstatt zum Vergnügen der Menschen in einem Behälter eingesperrt zu sein. PETA zeichnet Curiscope aus, weil das 360-Video Menschen die Möglichkeit gibt, Haie aus nächster Nähe zu betrachten, ohne dass diese in ein Aquarium gesperrt und ihrer Freiheit beraubt werden müssen. Dieser Einsatz von Virtual Reality ist wegweisend und gibt Ausblick auf eine Zukunft, in der es bildender, zugänglicher und immersiver ist, Meerestiere in VR anzuschauen, anstatt traurige und frustrierte Gefangene in einem Glaskasten anzustarren”, sagt Dawn Carr, Projektmanager bei PETA.

Laut Ed Barton, CEO von Curiscope, wurde das Video mit dem Ziel geschossen, bei Menschen mehr Empathie für Haie zu wecken, die häufig zu Unrecht verteufelt würden. “Unsere Vision ist es, jedem Menschen zu jeder Zeit die Möglichkeit zu geben mit Virtual Reality eine Bildungsreise zu unternehmen, die sowohl aufregend als auch inspirierend ist.”

Das 360-Video kann mit allen gängigen VR-Brillen angesehen werden und steht sowohl bei YouTube für Google Cardboard als auch bei Facebook und VRIDEO für Gear VR und Oculus Rift zum Streaming oder Download bereit.

| SOURCE: PETA