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Peter Molyneux: Die VR-Branche hat womöglich zu früh zu viel versprochen

von Matthias Bastian5. April 2017

Der bekannte Gamedesigner Peter Molyneux ist begeistert von Virtual Reality, aber befürchtet, dass die Branche einen Frühstart hingelegt hat.

In der Gamesbranche hat Peter Molyneux einen großen Namen. Bekannt geworden ist er unter anderem für die Göttersimulation Populous, die Vergnügungspark-Management-Simulation Theme Park und die Abenteuerspiele aus der Fable-Reihe.

Aktuell arbeitet Molyneux in seinem eigenen Studio 22 Cans in UK an “Legacy”. Viel ist nicht bekannt über den neuen Titel, mit Virtual Reality dürfte er jedoch nichts zu tun haben.

Zuletzt konzentrierte sich der Entwickler darauf, Spiele für eine möglichst breite Zielgruppe zu konzipieren. Sein Smartphone-Game “The Trail” fürs iPhone hatte innerhalb von sieben Wochen mehr Spieler als sämtliche Titel aus der Fable-Reihe über alle Plattformen hinweg.

Hat die VR-Branche einen Frühstart hingelegt?

Molyneux schmückt sich gerne mit besonders ausgefallenen und innovativen Spielkonzepten. In seiner Karriere begegnete er häufig dem Vorwurf, dass seine Titel nicht die Versprechen hielten, die er im Vorfeld gab. Genau diesen Vorwurf spiegelt der Designer und Programmierer jetzt an die Virtual-Reality-Branche.

Im Gespräch mit der Webseite Glixel sagt Molyneux, dass er Virtual Reality zwar “liebe”, aber sich sorge, dass die VR-Industrie zu früh zu viel versprochen haben könnte. Offenbar sieht er sich als Teil der Branche: “Ich befürchte, dass VR dem Kunden zu sehr angepriesen wurde, bevor wir als Industrie reif waren.”

VR brauche “dringend einige Spiele”, die “das Medium definieren”. Molyneux wünscht sich eine soziale VR-Erfahrung: “Eine VR-Demo, in der sich zwei Menschen unterhalten, wäre faszinierend.”

Diese Aussage irritiert insofern, da es genau solche Social-VR-Demos reihenweise gibt. Die vielleicht populärste wurde vergangenen Herbst vom Facebook-Chef Marc Zuckerberg persönlich demonstriert.

| Featured Image: Flickr, Picknic Network. Lizenziert nach CC BY-SA 2.0.

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