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Pimax: 4,2 Millionen US-Dollar für Next-Gen-VR, weiteres Upgrade

von Matthias Bastian3. November 2017

Update vom 3. November 2017:

Die Kickstarter-Kampagne von Pimax ist beendet: Das Unternehmen konnte gut 4,2 Millionen US-Dollar für die Produktion neuer 5K- und 8K-VR-Brillen einsammeln. Das sind über vier Millionen US-Dollar mehr als ursprünglich geplant.

Insgesamt verkaufte Pimax circa 5.600 VR-Brillen. Weniger als 500 Kickstarter-Unterstützer kauften das 5K-Modell, der deutliche größere Teil entschied sich für die 8K-Variante mit zwei 4K-Displays.

Als weiteres Belohnung für die durchbrochene 4-Millionen-US-Dollar-Marke verspricht Pimax zwei Varianten des 3D-Controllers: Eine mit Analogstick wie Oculus Touch, die andere mit Touchpad wie bei den Vive-Stäben. Man habe sich intern nicht für eine Version entscheiden können.

Produktion mit “geringem Risiko”

Das mechanische Design der VR-Brille sei final und der Herstellungsprozess könne in der nächsten Woche starten, heißt es in einem Kampagnen-Update. Die Massenproduktion sei “kein Problem”, man habe ein erfahrenes Team und hochklassige Hersteller als Partner, die bereits Kapazitäten reserviert hätten. Man sei zuversichtlich, dass die Zeitplanung eingehalten werden könne. Die ersten VR-Brillen sollen ab Ende Januar 2018 ausgeliefert werden.

Pimax verspricht weiter drei kostenlose Inhalte von ausgewählten VR-Studios und tritt der OpenXR-Gruppe bei, die sich um einen einheitlichen Programmierstandard für VR-Schnittstellen bemüht. Parallel führt Pimax Gespräche mit Investoren für eine weiterführende Finanzierung. Die Kickstarter-Kampagne bezeichnet Pimax als “eine tolle Möglichkeit, das Interesse an VR mit weitem Sichtfeld und hoher Auflösung zu testen”.

Update vom 29. Oktober 2017:

Pimax VR-Brillen: 3-Millionen-Marke durchbrochen, Eye-Tracking-Upgrade

Kurz vor Ende der Kickstarter-Kampagne durchbrechen die VR-Brillen von Pimax die Grenze von drei Millionen US-Dollar. Pimax hat die Zahl an 8K-Brillen aufgrund “einer begrenzten Menge Screens” jetzt limitiert. Derzeit sind noch rund 140 8K-Brillen verfügbar, die Kampagne läuft noch fünf Tage. Trotz der hohen Finanzierungssumme ist die Menge an verkauften VR-Brillen mit rund 4.600 Geräten überschaubar.

Für das Durchbrechen der Drei-Millionen-Marke will Pimax die Kickstarter-Unterstützer mit einem kostenfreien Eyetracking-Upgrade belohnen. Bereits bei der Zwei-Millionen-Dollar-Marke versprach Pimax der Kickstarter-Gemeinde einen Gutschein über 100 US-Dollar für ein Drahtlosmodul. Bei der ersten Million gab es eine komfortablere Kopfhalterung inklusive integrierter Kopfhörer.

Unfassbar günstig

Die ganze Bonushardware ändert nichts am günstigen Einstiegspreis von rund 500 US-Dollar. Pimax gibt an, dass die Kickstarter-Kampagne “gerade so die Kosten deckt”. Dennoch scheint der chinesische Hersteller noch immer Budget für Softwareentwicklung über zu haben und möchte außerdem eine Entwicklerkonferenz organisieren.

Pimax zeigt weiter ein kurzes Video des neuen Prototyps v3, bei dem das HDMI- gegen ein Displayport-Interface getauscht und ein Fokusrädchen hinzugefügt wurde. Vor dem Start der Massenproduktion möchte Pimax noch zwei weitere Prototypen v4 und v5 entwickeln. Zur Erinnerung: Die VR-Brille soll Ende Januar 2018 an die ersten Besteller ausgeliefert werden.

Update vom 27. Oktober 2017:

Erfolgreicher als Oculus Rift: Pimax VR-Brille bricht historischen Rekord

Bei Kickstarter nimmt Pimax in den kommenden Stunden die Hürde von 2,5 Millionen US-Dollar. Unterstützter der Kampagne bekommen als zusätzliche Belohnung breiteren Gaming-Support: Pimax möchte Software wie VorpX, die herkömmliche Monitorspiele für den 360-Grad-Blick der VR-Brille optimiert, direkt in die Pimax-Entwicklungsumgebung integrieren. Das Unternehmen will dafür direkt mit den Herstellern der Software zusammenarbeiten.

Weiter soll die Unterstützung von Spielen bei Steam VR und Oculus Home durch PiHome – der eigenen Pimax-Plattform – verbessert werden. Einen Teil des zusätzlichen Budgets möchte Pimax in die Branche investieren und eine Konferenz für Inhalteersteller auf die Beine stellen.

Bemerkenswert ist die neue Höchstmarke von Pimax, weil sie einen historischen Rekord bricht: Oculus Rift wurde 2012 lange vor der Facebook-Übernahme ebenfalls bei Kickstarter groß und sammelte seinerzeit 2.437.429 US-Dollar ein. Allerdings hatte Oculus Rift rund doppelt so viele Käufer als die deutlich teurere Pimax-Brille zum jetzigen Zeitpunkt.

Update vom 22. Oktober 2017:

Pimax 8K und 5K: 2-Million-US-Dollar-Marke fällt, Drahtlosmodul als Bonus

Wie erwartet hat die Pimax-VR-Kampagne bei Kickstarter die Marke von zwei Millionen US-Dollar durchbrochen. Auf Wunsch der Community will Pimax allen Unterstützern der Kampagne einen Gutschein für ein Drahtlosmodul im Wert von 100 US-Dollar beilegen. Insgesamt beteiligten sich 318 Teilnehmer an der Umfrage, 179 davon votierten für das Drahtlosmodul, 120 für das Eyetrackingmodul auf dem zweiten Platz.

Pimax zeigt in einem Update außerdem neue Konzeptskizzen für ein überarbeitetes Controller-Design. Die bisherigen 3D-Controller sind offenbar nur für Demozwecke gedacht. Der chinesische Hersteller bittet die Unterstützer-Gemeinschaft um Rückmeldung und Verbesserungsvorschläge für das Design. Die Funktionen seien noch nicht final. Die ersten Einheiten der Pimax-Brillen sollen Ende Januar versandt werden.

Neues Controller-Design für die Pimax-Brille. Bild: Pimax

Neues Controller-Design für die Pimax-Brille. Bild: Pimax

Update vom 10. Oktober 2017:

Pimax 8K und 5K: 1,5-Million-US-Dollar-Marke geknackt, weitere Boni

Das VR-Brillenaufgebot von Pimax knackt bei Kickstarter die 1,5 Millionen US-Dollar-Marke. Als Belohnung für die Unterstützer gibt es kleine Ventilatoren, die die heißen Sommermonate unter der VR-Brille erträglicher machen sollen.

Ebenso wird ein Plastikrahmen für individuell angefertigte Linsen beigelegt, von diesen profitieren in erster Linie Brillenträger oder Menschen mit (einseitiger) Sehschwäche. Die passenden Linsen müssen zusätzlich gekauft werden.

Da die Pimax-Kampagne noch immer rund 23 Tage läuft, könnte sogar die Marke für zwei Millionen US-Dollar geknackt werden. Für diesen Fall entscheiden die Käufer über weitere Boni: Zur Auswahl stehen ein Drahtlosmodul, der Eye-Tracking-Zusatz, die Inside-Out-Tracking-Erweiterung oder – besonders spektakulär – ein “Supermodul”, das die 8K PC-Brille in ein mobile, autarke VR-Brille nach dem Vorbild von Google Daydream verwandeln soll. Zur Abstimmung geht es hier entlang.

Update vom 25. September:

Mittlerweile hat Pimax die eine Million US-Dollar-Marke geknackt. Als “Belohnung” bekommen Unterstützer der Kickstarter-Kampagne eine verbesserte Kopfhalterung mit integrierten Kopfhörern ins Paket gelegt. Diese erinnert rein optisch stark an den Audio-Deluxe-Strap für HTC Vive.

Sollte die Kampagne im weiteren Verlauf noch die Marke von 1,5 Millionen US-Dollar schaffen, will Pimax kleine Kopfventilatoren und einen Spezialrahmen für die Linsen beilegen.

Viel Umsatz, nur wenige verkaufte Brillen

Trotz des beachtlichen Erfolgs der Kampagne sollte man die Anzahl tatsächlich verkaufter VR-Brillen nicht aus den Augen verlieren: Derzeit sind es gerade einmal knapp 1.700 Geräte. Eine ernstzunehmende Konkurrenz für die etablierten Brillen von Oculus, HTC und Sony wird Pimax wohl nicht werden. Hier sind rund zwei Millionen Highend-Brillen im Umlauf, dennoch gelten die Geräte nicht als Verkaufsschlager und blieben eher hinter den Erwartungen zurück.

Aufgrund der absehbar eher geringen Verbreitung der Pimax-Brille sind Zweifel angebracht, inwiefern Plattformen wie Steam oder Entwickler von VR-Apps ihre Software auf die spezifischen Eigenheiten der Brille anpassen wie zum Beispiel das extra weite Sichtfeld über 200 Grad.

Derweil verspricht Pimax, dass die Kickstarter-Unterstützer zuerst mit Hardware versorgt werden. Bevor nicht alle Besteller beliefert wurden, soll kein freier Verkauf der Pimax 8K stattfinden.

Die vollständige Auslieferung aller Bestellungen ist bis Juni 2018 geplant. In unserem wöchentlichen Podcast (siehe unten) sprechen wir ab Minute 20:00 über das Potenzial der Pimax-Brille.

Update vom 20. September 2017:

Erster Test zur Pimax 8K

Die YouTuber von Tested hatten Gelegenheit zu einem ersten Hands-on mit der Pimax 8K. Gelobt wird insbesondere das weite Sichtfeld, das ein deutliches Upgrade gegenüber der aktuellen Generation VR-Brillen darstellen soll.

Aber: So wie die Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln auf 4K skaliert wird, muss auch die Sichtfeldweite skaliert werden, da VR-Anwendungen typischerweise auf das deutlich schmalere Sichtfeld der aktuellen Hardware-Generation optimiert sind.

Die Bildmitte bleibt dabei scharf und wird nativ angezeigt, die Bildinformationen in der Peripherie werden gestreckt, um das Sichtfeld vollständig auszufüllen. Im Test wird das mit 4:3-Bildern verglichen, die auf einen 16:9-TV in voller Breite angezeigt werden – allerdings soll der Effekt nicht so störend ausfallen.

Die VR-Brille soll dank der höheren Auflösung “merklich schärfere” Bilder anzeigen als die aktuelle Highend-Generation. Dennoch sei die Darstellung nicht perfekt und einzelne Pixel noch immer sichtbar.

Wie bei der Vive-Brille kommen Fresnellinsen zum Einsatz, der Bildeindruck soll an eine höher aufgelöste HTC Vive erinnern. Trotz LCD-Screens sollen keine Schmiereffekte auftreten, ähnlich wie bei den OLED-Screens, die in Oculus Rift und Co. verbaut sind. Die 5K-Version der Pimax-Brille verwendet einen OLED-Screen, soll aber nicht die gleiche Bildschärfe bieten wie die 8K-Version – trotz Skalierung.

Finger weg vom Zubehör

Die beigelegten 3D-Controller taugen laut Tested nicht viel: Bemängelt wird die Verarbeitungsqualität und das Nutzungsgefühl. Die bessere Alternative sei es, auf die HTC-Vive-Controller zurückzugreifen.

Pimax möchte bis zum Launch angeblich schon Lighthousetracking 2.0 unterstützen, ganz klar ist aber noch nicht, ob das gelingt. Ebenso unklar ist, wie die Sehschärfe über eine IPD-Anpassung justiert werden kann. Bei der Demo gab es offenbar nur eine Softwareeinstellung, obwohl am Gehäuse ein Rädchen angebracht ist.

Das Fazit: Für Filme, Rennspiele oder Desktop-Anwendungen soll die Pimax-Brille dank der höheren Auflösung die derzeit beste Wahl sein. Das weite Sichtfeld nehme man insbesondere im Kontrast zu aktuellen VR-Brillen positiv wahr.

Die Kampagne zu den verschiedenen Pimax-Brillen liegt mittlerweile bei über einer halben Million US-Dollar nach dem ersten Tag, beinahe drei Mal so viel wie ursprünglich für 45 Tage avisiert war.

Ursprünglicher Artikel vom 19. September 2017:

Pimax 8K, 8K X und 5K: Kickstarter ab 349 US-Dollar

Mit drei neuen Virtual-Reality-Brillen drängt der chinesische Hersteller Pimax in den Markt. Alleinstellungsmerkmale sind das weite Sichtfeld von rund 200 Grad und eine deutlich höhere Auflösung als bei aktuellen Highend-Geräten. Das Portfolio gibt aber noch Rätsel auf.

Wie im Vorfeld angekündigt startet Pimax eine Kampagne bei Kickstarter. Das Finanzierungsziel liegt bei 200.000 US-Dollar und ist kurz nach dem Start der Kampagne bereits deutlich erfüllt.

Pimax bietet gleich mehrere Varianten der Brille an. Ab 449 US-Dollar bekommen besonders frühe Käufer die reine 8K-Brille ohne Zubehör. Das lohnt sich für Besitzer von HTC Vive, die bereits die Vive-Controller und Valves Lighthouse Tracker daheim haben. Laut Pimax ist das HTC-Zubehör mit der eigenen VR-Brille kompatibel. Die Auslieferung soll im Januar 2018 erfolgen.

Das vollständige Paket mit zwei 3D-Controllern und einer Basisstation fürs Tracking kostet für frühe Käufer 749 US-Dollar (Normalpreis: 799 US-Dollar). Die sollen es im Februar 2018 erhalten.

Laut Pimax reicht eine einzelne Basisstation für 360-Grad-Tracking – hier ist gesunde Skepsis angesagt, denn technisch betrachtet scheint das schwer umsetzbar.

Obwohl die Brille 8K heißt, liegt das maximale Eingangssignal bei 2.560 x 1.440 Pixeln pro Display. Ein in der Brille integrierter Chip skaliert es auf die 4K-Auflösung der Screens hoch.

Diese sind maßgeschneiderte LCDs, die wie OLEDs geringe Pixelschaltzeiten (“Low Persistence”) unterstützen sollen, sodass keine Nachzieheffekte auftreten. Die selbstentwickelte Zwischenbildberechnung “Brainwarp” soll die Bildwiederholrate bei 75 Hz oder 90 Hz stabilisieren, wenn der Rechner an die Leistungsgrenze kommt.

Überraschung: Es gibt noch zwei weitere Modelle

Pimax bietet weiter eine “Lowend”-Variante sowie eine Ultra-Highend-Version der VR-Brille an, die sich jeweils bei Display und Preis unterscheiden. Die Pimax 5K bietet eine Displayauflösung von zwei Mal 2.560 x 1.440 Pixel bei 75 Hz oder 90 Hz im Vergleich zur 8K mit zwei Mal 3.840 x 2.160 bei 75 Hz oder 90 Hz.

Dafür muss bei der 5K-Brille nicht skaliert werden, außerdem kommt angeblich ein OLED-Screen zum Einsatz und die Auflösung liegt dennoch ein gutes Stück über dem Niveau von HTC Vive, Oculus Rift oder Playstation VR.

Die Pimax 5K kostet ab 349 US-Dollar ohne Zubehör und ab 649 US-Dollar mit zwei Controllern und einer Basisstation. Die Auslieferung soll wie bei der 8K-Version im Januar erfolgen, das Bundle mit Zubehör kommt im Februar.

Dann hat Pimax noch ein Spitzenmodell auf Lager, die VR-Brille 8K X, die zwei native 4K-Signale über zwei Displayport 1.4 Anschlüsse annimmt, anstatt zwei 1440p-Signale auf zwei Mal 4K-Displays hochzuskalieren wie bei der 8K. Dafür ist das Gerät mit einem Preis ab 649 US-Dollar das teuerste im Feld. Für das Komplettpaket werden 949 US-Dollar fällig.

Die 8K X kommt erst im Mai 2018 auf den Markt, darauf zu warten lohnt sich laut Pimax aber nicht: Es soll keinen spürbaren Unterschied beim VR-Erlebnis zwischen der X-Variante und der herkömmlichen 8K-Brille geben. Pimax empfiehlt für den Betrieb der 8K X außerdem einen absoluten Highend-Rechner mit mindestens einer, besser zwei Nvidia GTX 1080 TI Grafikkarten und einem aktuellen Intel i7-Prozessor.

Wer eine 8K X besitzen, aber nicht länger auf eine höhere Auflösung warten möchte: Pimax bietet den Austausch einer 8K gegen eine 8K X gegen Aufpreis an und erstattet dabei die Portokosten.

| Featured Image: Pimax

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