Update 2: 

Entgegen der vorherigen Ankündigung können die Pimax-Brillen ab sofort vorbestellt werden. Die Business-Edition der VR-Brille bietet außerdem ein OLED- statt eines LC-Displays, wie es in der 5K-Plus und 8K-Brille verbaut ist. Die BE-Edition soll nur für einen begrenzten Zeitraum verfügbar sein. Testberichte gibt es noch keine.

Update:

Die Euro-Preise enthalten noch keine Steuer. Auf Rückfrage gibt Pimax an, dass man versuche, “diese Kosten möglichst niedrig zu halten”. Eine genauere Angabe zum Versandprozedere folgt demnächst. Normalerweise werden 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer fällig sowie Portokosten.

Ursprünglicher Artikel:

Die Pimax Virtual-Reality-Brillen 8K und 5K Plus können in wenigen Stunden von Nicht-Kickstarter-Unterstützern vorbestellt werden. Preise starten ab 619 Euro vor Steuern.

Pimax nimmt im eigenen Online-Store ab 1 Uhr heute Nacht (deutsche Zeit) ab sofort Vorbestellungen für die neue Pimax-Serie entgegen. Die von ausgesuchten Vorabtestern empfohlene Pimax 5K-Plus-Brille liegt bei 619 Euro. Das 8K-Modell kostet 789 Euro, eine Business-Edition der 5K-Plus-Brille mit entsprechender Nutzungslizenz und OLED-Display bei 85 Hz für 879 Euro.

Für diesen Preis gibt es die nackte Brille mit Kabeln, ohne Controller oder Trackingsystem. Die VR-Brille ist kompatibel mit den Trackingboxen (1.0 und 2.0, circa 145 Euro pro Box) und den VR-Controllern von HTC Vive / SteamVR (circa 145 Euro pro Controller).

Beide Pimax-Brillen können mit einem Fingertrackingmodul bestellt werden, der Preis steigt dann um rund 150 Euro. Eigene VR-Controller und weiteres Zubehör (u.a. WLAN, Eyetracking) sind in Planung, die Erscheinungstermine und Preise noch unbekannt. Pimax bietet ein Starterpack mit VR-Controllern und zwei Trackingboxen für eine Vorabzahlung über 263 Euro an (ohne Steuern). Der finale Preis ist noch nicht bekannt.

Die Auslieferung der Pimax-Brille an Vorbesteller startet, sobald alle Kickstarter-Unterstützer ihr Gerät erhalten haben. Das soll noch 2018 passieren. Pimax-Gründer Robin Weng spricht von circa drei Monaten Wartezeit ab Bestelleingang.

Hohe Auflösung, weites Sichtfeld: Kleine Pimax-Kunde für Einsteiger

Die 5K-Plus- und 8K-Brille unterscheiden sich bei der Displayauflösung, nicht jedoch beim Eingangssignal: Beide VR-Brillen nehmen 2.560 mal 1.440 Bildpunkte an.

Die 5K-Plus-Brille zeigt sie nativ auf einem 1.440p LC-Display an, die 8K-Brille hingegen skaliert sie auf 4K hoch. Der 8K-Name ergibt sich, weil Pimax die beiden 4K pro Display zusammenzählt. Die tatsächliche Anzahl Pixel der beiden 4K-Displays (16.588.800) liegt deutlich unter der einer nativen 8K-Auflösung (33.177.600 ).

Die Skalierung der 8K-Brille reduziert zwar einerseits unschöne Pixellücken, die sich wie ein Fliegengitter aufs Display legen. Andererseits wird Schrift durch die Skalierung schwerer lesbar.

Um das zu kompensieren, muss die zugespielte Auflösung erhöht werden, was wiederum einen sehr schnellen Rechner voraussetzt. Schon die 5K-Brille sollte mindestens mit einer GTX 1080 bespielt werden, abhängig vom Inhalt und den grafischen Details. Aus gutem Grund bietet Pimax die VR-Brillen im Bundle mit einer Nvidia RTX 2080 oder 2080 Ti an (ab 1.450 Euro).

Abseits des Displays sind beide VR-Brillen baugleich: Sie bieten laut Pimax ein horizontales Sichtfeld von bis zu 170 Grad, das aber mit optischen Verzerrungen an den Seitenrändern erkauft wird. Vorabtester empfehlen meist, das Sichtfeld auf die mittlere Einstellung zu reduzieren; die entspricht circa 150 Grad horizontal und ist damit noch immer deutlich weiter als das Sichtfeld aktueller VR-Brillen (circa 100 Grad).

Ergänzt: Pimax Business-Edition hat ein OLED-Display, Sichtfeldangabe korrigiert


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