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Pixar setzt neue Maßstäbe in CGI

von Carolin Albrand6. Dezember 2015

Pixar setzt mit dem neusten Animationsfilm “Arlo und Spot” neue Maßstäbe für realistisch wirkende Bilder, die ausschließlich am Computer berechnet wurden. Während die Figuren noch an den guten alten Trickfilm erinnern. sind die Aufnahmen der Umgebung und der Natur zum Teil ultra-realistisch und kaum mehr von echten Naturaufnahmen zu unterschieden.

Insgesamt kreierte das Filmteam einen Bereich von rund 280 km², auf denen der Film spielt. Hierfür nutzten die Macher unter anderem Daten des Geologischen Instituts der Vereinigten Staaten, um den Boden mit Bergen, Wäldern und verschiedenen Untergründen zu gestalten. Die Wolken wurden nicht gezeichnet, sondern mit Hilfe von Satellitendaten echten Wetterverhältnissen nachempfunden. All die einzelnen Elemente wurde abschließend zu einem harmonischen Gesamtbild synchronisiert: Vom physkalisch korrekte fließendem Wasser im Fluss bis hin zum Wind, der durch die Bäum und jede einzelne Blume fährt und sie im selben Takt bewegt.

Wirklich realistische VR-Umgebungen können bislang nur mit 360°-Kameras gefilmt werden, allerdings kann sich der Zuschauer in den Videos anschließend nicht bewegen und sieht eine Szene ausschließlich aus der Position der Kamera. Fotorealistische CGI-Umgebungen könnten dieses Problem lösen und neben der Möglichkeit zur Interaktion auch eine besseres Gefühl der Präsenz vermitteln. Allerdings dürfte es noch einige Jahren dauern bis herkömliche Computer und Konsolen diese aufwändig gestalteten und dadurch rechenintensiven Szenen auch Zuhause rendern können. Vielleicht hat sich bis dahin schon die Lichtfeld-Technologie so weit entwickelt, dass sie ebenfalls fotorealistische Aufnahmen mit Bewegung im virtuellen Raum möglich macht – so verspricht es beispielsweise Lytros Immerge.

| SOURCE: Wired
| ALL IMAGES: YouTube Wired, Screenshot