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Playstation VR: Bis zu 2,6 Millionen verkaufte Einheiten in 2016?

von Matthias Bastian26. April 2016

Laut den Marktforschern von Superdata Research ist Playstation VR die bekannteste Virtual-Reality-Marke mit dem größten Verkaufspotenzial.

Bis zu 2,6 Millionen PSVR-Einheiten soll Sony laut den Marktforschern noch in 2016 an den Handel verkaufen können, und das obwohl die VR-Brille mit reichlich Verspätung erst im Herbst auf den Markt kommt. Laut den hochgerechneten Umfrageergebnissen unter 2.000 US-Bürgern (über 18, Befragungszeitraum November 2015 bis März 2016) könnte aber selbst diese ordentliche Liefermenge nicht ausreichen, um die hohe Nachfrage zu befriedigen. Bis zu sechs Millionen VR-Interessierte sollen konkret über einen Kauf der Sony-Brille nachdenken, auch wenn Kaufinteresse alleine noch lange nicht zu einen Kauf führen muss.

Insgesamt fällt das Interesse an Playstation VR deutlich größer aus als auch Sony das ursprünglich antizipierte. Die erwartete Nachfrage ist auch der Grund für den verspäteten Marktstart der VR-Brille: “Ursprünglich wollten wir im Juni zur E3 launchen”, sagt Sony-Chef Shuhei Yoshida. Technologisch sei die VR-Brille ausgereift, auch das Launch-Lineup sei fertig. “Unsere Verkaufsabteilung bemerkte, dass wir mehr Einheiten für den Launch brauchen als ursprünglich gedacht. Wir mussten also den Launch verschieben, um die Nachfrage befriedigen zu können.”

Aufgrund der guten Marktaussichten für Playstation VR verlagern auch Entwickler ihre Arbeit stärker auf die Sony-Plattform. HTC Vive ist aufgrund der experimentellen “Room-Scale-VR”-Erlebnisse ebenfalls beliebt, Oculus Rift hingegen fällt in der Gunst der Entwicklerstudios ab.

Am weitesten verbreitet dürfte auf lange Sicht aber Samsungs Gear VR sein. Bis zu 35 Millionen Kunden, die ein Galaxy-Smartphone der S7-Reihe vorbestellten, warten theoretisch auf die mobile VR-Brille. Da Samsung mit der Produktion aber nicht hinterherkommt, bieten die Koreaner stattdessen vermehrt Gutscheine über 100 US-Dollar an.

Oculus Rift und HTC Vive: Schon früh hintendran?

Fünf Millionen US-Amerikaner äußern laut Superdata Research ein Kaufinteresse an Oculus Rift, nur zwei Millionen denken über einen Kauf der Vive-Brille nach. Allerdings können weder Oculus VR noch HTC Vive in 2016 genug Einheiten produzieren, um die prognostizierte Nachfrage zu befriedigen. Die Superdata-Marktforscher gehen davon aus, dass HTC und Oculus VR gemeinsam nur knapp über eine Million VR-Brillen ausliefern werden. Sollte Superdata Research recht behalten, würden die PC-Brillen damit schon früh zurückfallen, obwohl sie hochwertigere VR-Erlebnisse ermöglichen.

Auch die Bekanntheit der Playstation-Marke spricht dafür, dass Sony schnell neuer VR-Marktführer werden könnte. Laut Superdata Research kennen 28 Prozent der Umfrageteilnehmer die Sony-Brille bereits, immerhin 22 Prozent wissen über Oculus Rift Bescheid, 21 Prozent haben schon einmal von Samsung Gear VR gehört und nur fünf Prozent kennen HTC Vive. Die Ergebnisse sind aber immer im Kontext der befragten Zielgruppe zu bewerten, gerade unter Spielern ist HTC Vive ähnlich bekannt und zum Teil beliebter als Facebooks VR-Brille.

Generell hat das Thema Virtual Reality aber noch ordentlich Aufholbedarf, das zeigen die Ergebnisse sämtlicher Marktstudien der letzten Monate. Laut der neuen Superdata-Analyse wissen mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer nicht einmal, was Virtual Reality überhaupt ist und haben folglich auch kein Kaufinteresse.

| Source: Superdata Research | Featured Image: Sony