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Playstation VR: Der Preis ist irreführend, glaubt HTC-Vertreter

von VRODO8. August 2016

Ab Herbst tritt Playstation VR in den Konkurrenzkampf mit HTC Vive und Oculus Rift. Alvin Graylin, Präsident von HTC China, gibt schon einmal einen Vorgeschmack darauf, wie der ablaufen könnte.

Auf der China Joy, einer Fachmesse über digitales Entertainment in Shanghai, äußerte sich Graylin wenig positiv über Sonys kommende VR-Brille. Insbesondere die Preispolitik von Sony ist HTCs China-Präsident ein Dorn im Auge. Die Preisgestaltung sei irreführend, wird er vom Online-Portal 2p zitiert.

Zwar ist Playstation VR mit einem Einstiegspreis von 399 Euro die günstigste Highend-VR-Hardware. Hinzu kommen aber noch Ausgaben für ein bis zwei Playstation-Move-Controller sowie eine PS4-Trackingkamera. In den USA kostet das Komplettpaket samt Spiel 499 US-Dollar. Bis zu 100 Euro muss man also – je nach bereits vorhandener Ausstattung – auf den Grundpreis aufschlagen. Allerdings gibt auch HTC nicht durchgängig transparent an, dass ein brauchbarer VR-ready Rechner ab 600 Euro aufwärts kostet und zusätzlich zur Vive-Brille gekauft werden muss.

Offen ist noch, wie attraktiv das kommenden PS4-Upgrade Neo für Besitzer von Playstation VR sein wird. Die neue Konsole ist zwar keine Voraussetzung für die Inbetriebnahme der Sony-Brille, dürfte aber ein deutlich besseres VR-Erlebnis ermöglichen. Je nach Anspruchshaltung könnte eine erneute Investition fällig werden.

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Playstation Move wurde als Wii-Konkurrenz entwickelt

Auch qualitativ ist Graylin nicht überzeugt von Sonys VR-System. Die 3D-Controller Playstation Move und das Trackingsystem wären bereits vor sechs Jahren entwickelt worden, um mit Nintendos Zappelkonsole Wii zu konkurrieren. Graylin behauptet, er habe sich mit Playstation VR befasst und schon nach zehn Minuten nicht mehr wohlgefühlt.

Diesen negativen Ersteindruck kann unser Kollege Tomislav nach seinem Hands-on-Test auf der E3 2016 allerdings nicht bestätigen. Besonders gelungen an der Sony-Brille ist das optische System mit einem kaum wahrnehmbaren Fliegengittereffekt. Dass die Trackingkamera und die 3D-Controller nicht mehr ganz taufrisch sind, ist zwar korrekt. Aber wie sich die Technologie im VR-Alltag schlägt, bleibt abzuwarten.

Generell scheint Graylin eher zur Sorte PR-Lautsprecher zu gehören. Schon auf dem Mobile World Congress in Shanghai verkündete er, dass HTC Vive anderen VR-Brillen technisch und bei den Inhalten deutlich überlegen sei. Dem Medium selbst traut er viel zu: “VR ist der letzte Monitor und wird alles andere ersetzen.”

| Source: vgtime.com via 2p.com | Featured Image: HTC