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Playstation VR: Deutlich schönere Grafik mit der Playstation 4 Pro? *Update*

von Matthias Bastian27. November 2016

Update vom 27. November 2016:

Nun haben sich die Techanalysten von Digital Foundry der Mehrleistung der Playstation 4 Pro speziell im Kontext von Playstation VR angenommen und einen ausführlichen Vergleichsartikel publiziert. Laut dem Bericht sind bei VR-Spielen, die mit der PS4 Pro abgespielt werden, eine deutlich erhöhte Auflösung und damit einhergehend eine verbesserte Kantenglättung (Supersampling) besonders weit verbreitet. Einige Spiele bieten ergänzende visuelle Verbesserungen, beispielsweise eine komplexere Ausleuchtung einer Szene.

Eine Preview-Version des im kommenden Jahr erscheinenden First-Person-Shooters “Farpoint” soll neben dem deutlich klareren Bild auch eine wesentlich verbesserte Framerate zeigen. Für die Zukunft gehen die Analysten von Digital Foundry davon aus, dass die Playstation 4 Pro noch grundlegendere und deutlich wahrnehmbare Verbesserungen bringen wird, als das aktuell schon der Fall ist. Die bisher gezeigten Upgrades sollen nur die Spitze des Eisbergs sein.

Playstation VR macht schöne Spiele hässlich – aber auch performanter

Ein interessantes Vergleichsvideo von Digital Foundry zeigt den Unterschied zwischen der herkömmlichen Version des Rennspiels “Driveclub” und der VR-Version. Für die VR-Version musste die Bildwiederholrate von 30 auf 60 FPS verdoppelt und eine Stereo 3D-Sicht integriert werden – das sind die technischen Voraussetzungen, um aus einem herkömmlichen Spiel ein VR-Spiel zu machen.

Wie man im Video gut erkennen kann, leidet darunter die Darstellung grafischer Details und Effekte enorm. Dafür bietet die 2D-Monitorversion im Vergleich zur VR-Brille kein echtes Mittendrin-Gefühl.

Update vom 11. November 2016:

Im Gegensatz zur eher zurückhaltenden Einschätzung in den Fachblogs äußeren sich Besitzer von Playstation VR, die ganz aktuell zur Pro-Konsole gegriffen haben, deutlich positiver  über das Upgrade. So soll die Mehrleistung der Playstation 4 Pro durch die Bank zu einem deutlich sichtbar besser aufgelösten und flimmerfreien Bild führen.

Ein Nutzer bei Reddit berichtet von Verbesserungen bei zahlreichen Spielen. Ein anderer meint gar, dass er nun unter weniger VR-Übelkeit leide. Das ist bei einer stabileren Bildwiederholrate und einem flimmerfreien Bild dank höherer Auflösung durchaus möglich. Speziell das neue Dschungelabenteuer “Robinson: The Journey” von Crytek soll vom Grafik-Upgrade profitieren.

Auch im bekannten US-Forum NeoGAF sind die Nutzer recht begeistert. Dort ist die Rede von einer deutlich höheren Klarheit. Unter anderem soll das Spiel “Rigs” sichtbar vom Pro-Patch profitieren und wesentlich besser aussehen.

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Update vom 9. November 2016:

Die Webseite Road to VR ergänzt den Vergleich zwischen PSVR mit und ohne PS4 Pro und spricht von zum Teil deutlich reduzierten Ladezeiten mit Sonys neuer Konsole. So lädt Cryteks neues VR-Spiel Robinson: The Journey auf der Pro um circa ein Viertel schneller im Vergleich zur herkömmlichen PS4. Die langen Ladezeiten sind ein häufig genannter Kritikpunkt an der Sony-Brille.

Der Autor spekuliert, dass die kürzeren Ladezeiten mit den schnelleren Speichertimings der Pro-Konsole zusammenhängen. Er geht davon aus, dass VR-Spiele mit der Pro zukünftig weniger Probleme mit plötzlich aufpoppenden Texturen haben und detaillierte, hochauflösendere Grafiken früher angezeigt werden. Der Immersion kann das nur zuträglich sein, denn Grafikfehler fallen mit der VR-Brille noch deutlich störender auf als am herkömmlichen Monitor.

Update vom 7. November 2016:

Sowohl Heise als auch Digital Foundry berichten über die erwarteten Verbesserungen für Playstation VR durch die Pro-Konsole. Die VR-Spiele zeigen zum Teil mehr Details und werden in höheren Auflösungen berechnet, um die Treppchenbildung (Aliasing) an Kanten zu reduzieren. Heise spricht gar davon, dass PSVR-Games “oft mit der doppelten Auflösung” laufen.

Die auf VR spezialisierten Webseiten Road to VR und Upload VR sprechen hingegen nur von kleinen Verbesserungen. Die höhere Auflösung sei zwar durchaus sichtbar, heißt es in beiden Tests, es sollen aber keine Welten zwischen VR mit der PS4 und dem leistungsstärkeren Modell liegen. Auch CNET schreibt von einem geringen Unterschied; zum Teil sei die Grafik etwas schärfer, die Framerate etwas stabiler und Texte besser lesbar.

Unklar ist jedoch, ob der Unterschied auch in der Zukunft eher gering ausfällt, wenn Entwickler ihre VR-Software von Anfang an für die neue Konsole optimieren können. Bei den bislang getesteten VR-Spielen handelt es sich ausschließlich um Titel, die im Nachhinein mittels Patch verbessert wurden. Die PS4 Pro bietet die notwendige Leistung für deutlich sichtbare und spürbare Upgrades. Das neue Multi-Resolution-Renderverfahren wird zudem erst von der zweiten Generation VR-Games eingesetzt.

Verbesserte Bildwiederholraten, die für VR-Anwendungen besonders relevant sind, gibt es offenbar noch nicht. Für Entwickler dürften diese deutlich schwieriger zu implementieren sein, während sich eine höhere Auflösung recht einfach aufschalten lässt.

Blöd für Besitzer der VR-Brille und eines neuen HDR-TVs: Die für VR-Games benötigte Prozessorbox unterstützt nur den HDMI 1.4-Standard, während die Pro-Konsole schon mit HDMI 2.0 läuft. Der aktuellere Anschluss bietet die doppelte Bandbreite, die für neue Funktionen wie HDR oder 2160p RGB benötigt wird. Wer die Pro am neuen TV also voll ausnutzen will, muss zuvor umstecken.

Update vom 6. November 2016:

Gegenüber Digital Foundry verrät Playstation-Ingenieur Mark Cerny, dass die kommende Konsole zusätzlich eine neue Rendermethode bieten wird, die Besitzern der herkömmlichen PS4 vorenthalten bleibt. Die hardwarebasierte Multi-Resolution-Technologie ermöglicht es, dass das Bild in der VR-Brille an den Seiten mit einer geringeren Auflösung berechnet wird als in der Bildmitte.

Die reduzierten Details im peripheren Sichtfeld sollen Spielern nicht negativ auffallen. Die Bildqualität beim Blick durch die VR-Brille bleibe stabil, heißt es in dem Bericht. Dafür wird die Performance deutlich verbessert. Im Kern handelt es sich hier um eine Vorstufe des “Foveated Rendering”. Nvidia bietet am PC ein ähnliches Renderverfahren an, um Grafikkarten zu entlasten.

Die zusätzliche Performance können Entwickler einsetzen, um die Bildmitte des Spiels schöner zu gestalten oder die Framerate zu erhöhen. Bereits die zweite Generation Playstation-VR-Spiele soll das exklusive Pro-Feature nutzen.

Ursprünglicher Artikel vom 24. September 2016:

Höher aufgelöst und mehr Bilder pro Sekunde: Mit der Playstation Pro laufen Virtual-Reality-Spiele für Playstation VR deutlich besser. Ein Beispiel dafür ist das Partyspiel “Playroom VR”.

Gegenüber der Standard-PS4 bietet die neue Pro-Konsole mit rund 4,3 Teraflops in etwa das 2,5-Fache an Leistung. Obwohl Sony bei der Vorstellung der Playstation Pro kaum über die Vorteile für Virtual Reality sprach, steht fest, dass insbesondere die technisch aufwendigen VR-Spiele von der neuen Hardware profitieren können. Auf der Tokyo Games Show bestätigt das einmal mehr Nicolas Doucet, Kreativdirektor für das Multiplayer-Spiel Playroom VR.

Im Interview mit Gamereactor erläutert Doucet die Unterschiede zwischen der Version für die normale Playstation 4 und der Pro-Variante von Playroom VR. Laut dem Entwickler habe man sowohl mit höheren Bildwiederholraten bis 120 FPS als auch mit einer höheren Auflösung experimentiert. Da der Spielablauf eher statisch sei, habe man sich für die höhere Auflösung und eine bessere Grafik entschieden. Die normale PS4-Version habe wegen der geringeren Auflösung eine deutlichere Kantenbildung, die auf der Playstation Pro nicht mehr auftreten soll.

Entwickler Crytek nutzt die zusätzliche Leistung der PS4-Pro beim PSVR-Spiel “Robinson: The Journey” ganz ähnlich: Auch hier wird die Auflösung um zehn bis 15 Prozent nach oben geschraubt und eine detailliertere Weitsicht geboten. Die Framerate liegt bei beiden Systemen bei stabilen 60 Bildern pro Sekunde. Für Virtual-Reality-Spiele ist das schon die Untergrenze; Sony, Oculus oder HTC empfehlen 90 Bilder pro Sekunde. Eine höhere Framerate hilft unter anderem dabei, die Motion Sickness zu vermeiden.

Playstation VR erscheint am 13. Oktober für 399 Euro, rund einen Monat vor dem Markstart der PS4 Pro am 10. November. Die neuen Geräte kosten jeweils 399 Euro, die alte PS4 wurde im Preis auf 299 Euro reduziert. Wer den Kauf von Playstation VR plant und noch keine PS4 besitzt, sollte trotz der etwas längeren Wartezeit und des höheren Preises auf das Pro-Modell setzen. Den Aufpreis von 100 Euro ist das Gerät zweifelsohne Wert. Die signifikante Mehrleistung wird in der Zukunft für deutlich bessere VR-Erfahrungen sorgen. Gerade diese profitieren von einer höheren Auflösung und mehr Bildern pro Sekunde.

Außen vor bleibt aber vorerst niemand: Sony hält bislang an der Regelung fest, dass alle Playstation-VR-Spiele auch auf dem Standardgerät laufen müssen.

Playroom VR: Partyspiel für die ganze Familie

Das Multiplayer-Spiel Playroom VR erscheint exklusiv für die beiden Sony-Konsolen. Die Entwickler haben es sich auf die Fahne geschrieben, das soziale Stigma der Virtual Reality aufzudröseln. Der VR-Nutzer wird unter dem Headset nicht von der Außenwelt isoliert, sondern kann mit bis zu fünf weiteren Spielern interagieren, die vor einem herkömmlichen 2D-Bildschirm sitzen.

Alle Spieler befinden sich dabei in der gleichen virtuellen Umgebung, sehen diese aber aus unterschiedlichen Perspektiven. Das öffnet die Tür für asynchrone Multiplayer-Spiele, bei denen die Spieler in beiden Welten gegeneinander antreten oder gemeinsam Aufgaben meistern.

Möglich wird dieses Feature dank einer externen Rechenbox, die Sony jeder VR-Brille beilegt. Sie legt eine Kopie des Videosignals an, das von der PS4 an die VR-Brille geschickt wird, entzerrt das Bild und sendet es an einen externen Bildschirm. So können auch Außenstehende an der VR-Erfahrung teilhaben. Sony nennt das Feature daher “Social Screen”.

| Featured Image: Sony