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Playstation VR: Drei Kumpels feiern Silvester in der Virtual Reality

von Matthias Bastian2. Januar 2017

Die wahrscheinlich erste Silvesterparty in Virtual Reality ist bei YouTube dokumentiert. Drei Freunde treffen sich mit Playstation VR in einer virtuellen Bar und zählen den Countdown ins neue Jahr runter.

Was tun, wenn die bessere Hälfte über Silvester arbeiten muss, das Kind tief und fest schläft und die besten Kumpels in einem anderen Land wohnen? Klar, man könnte sich vor den Fernseher legen und sich einige Stunden lang mit “Dinner for One” quälen.

Oder man setzt sich die VR-Brille auf und verabredet sich mit seinen Freunden virtuell. Zwar reicht die Technik noch nicht aus, um glaubhafte Avatare darzustellen – es gibt nur eine unförmige VR-Brille statt einem Kopf zu sehen – aber das Gefühl des Miteinanders ist deutlich stärker ausgeprägt als bei einer Telefonschalte. Man befindet sich im gleichen Raum und hat die ungeteilte Aufmerksamkeit der Kollegen.

“Wenn wir unseren Job gut machen, dann fühlt man sich wie an einem anderen Ort. Das gibt uns die Möglichkeit, Social-Erfahrungen zu schaffen, die komplett anders sind als alles, was man von Computern heute kennt.” Marc Zuckerberg, Facebook-Gründer

In diesem Fall dient “Sportsbar VR” für Playstation VR als virtueller Treffpunkt. Die Anwendung (auch für HTC Vive und Oculus Rift erhältlich) startete bei Veröffentlichung als reine Billardsimulation. Stück für Stück wurde die App um neue Inhalte erweitert und eine komplette Bar um den Billardtisch herumgebaut.

Die Telepräsenz als Killer-App der VR-Brille

In meinem Test im Juni beschrieb ich das soziale Potenzial der App: “Pool Nation VR ist für experimentierfreudige VR-Enthusiasten aus einem Grund interessant, der sehr wenig mit dem Billardsport zu tun hat. Das Gefühl von Telepräsenz und sozialem Miteinander toppt alle bisherigen VR-Anwendungen mit Leichtigkeit. […]

Schon in den ersten Sekunden, in denen man den virtuellen Billardtisch mit einem anderen Menschen teilt, vergisst man, dass man eigentlich nur im Wohnzimmer mit einer VR-Brille auf der Nase steht. Das soziale Miteinander im virtuellen Raum ist der ultimative Präsenzverstärker. […]

Dann holt man auf Knopfdruck spontan den alten Kumpel dazu, der mit seiner Familie am anderen Ende der Welt wohnt, der fast nie Zeit hat und den man sonst zweimal im Jahr sieht. Man trifft sich mit ihm auf ein nettes Gespräch und ein paar Albernheiten am virtuellen Pooltisch und hat dabei das Gefühl, wirklich Zeit miteinander zu verbringen. Und plötzlich weiß man ganz genau, warum Zuckerberg Oculus VR gekauft hat.”

| Featured Image: Sportsbar VR / Amerikoni (Screenshot bei YouTube)

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