Die Zeitschrift Famitsu ist in Japan ein renommiertes Fachmagazin für die dortige Spielebranche. Für die neuste Ausgabe wurden Entwickler und Leser zum Thema Virtual Reality befragt.

Unter den 25 befragten Entwicklern befanden sich auch Vertreter bekannter Spieleserien wie Tekken oder Resident Evil. Fast alle gaben an, dass grundsätzlich Interesse an Virtual-Reality-Spielen vorhanden sei. Da VR speziell in der Spielebranche ein großes Hype-Thema ist, ist das keine Überraschung. Allerdings geht nur ein Drittel der Entwickler davon aus, dass sich die virtuelle Realität im Spielesektor als Mainstream etablieren kann. Zwei Drittel hingegen glauben, dass das neue Medium ein Nischendasein fristen wird. Die Leser schätzen das mittel- bis langfristige Marktpotenzial von VR-Brillen identisch ein.

Speziell auf den Preis für Playstation VR angesprochen, hoffen über 60 Prozent der Entwickler, dass Sonys VR-Brille nicht teurer als 350 US-Dollar wird. Diese Hoffnung teilen sie sich mit der überwiegenden Mehrheit der Leser, ebenso wie die Einschätzung, dass der Preis für Oculus Rift zu hoch sei (81%). Zumindest bei den Lesern der Famitsu schlägt sich das unmittelbar auf die Kaufbereitschaft nieder: Auf die Frage, ob der Kauf von Facebooks VR-Brille geplant sei, antworteten nur acht Prozent mit “Ja”. “Nein” sagten satte 65 Prozent, die restlichen Befragten wollen es sich noch überlegen. Allerdings hatten auch nur 20 Prozent der Umfrageteilnehmer bisher die Gelegenheit, Virtual-Reality-Erfahrungen selbst auszuprobieren.

Sowohl Leser (33%) als auch Entwickler (37%) gehen allerdings auch davon aus, dass die Qualität der Inhalte noch vor dem Preis über Wohl und Wehe von VR-Spielen entscheiden wird. Immerhin 19 der 25 befragten Entwickler nehmen sich diese Erkenntnis bereits zu Herzen und beschäftigen sich forschend mit Virtual Reality; mehr als die Hälfte der Entwickler zieht es zumindest in Betracht, in Zukunft ein VR-Spiel auf den Markt zu bringen. Allerdings planen nur rund drei der 25 Entwickler ein konkretes Projekt, demgegenüber stehen etwa sechs Entwickler, die es schlichtweg ablehnen, an einem Virtual-Reality-Spiel zu arbeiten.


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