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Playstation VR: Erst Games, dann Apps und Filme

von Matthias Bastian18. Dezember 2015

Medienmacher aus allen Bereichen arbeiten gerade an Virtual-Reality-Projekten. Aber die Spieleindustrie ist der klare Anführer. Das sieht auch Sony-Boss Andrew House so.

In einem Interview mit ‘The Guardian’ äußerte sich House über eine mögliche zweite Phase für Playstation VR, bei der Apps, Videos und andere Anwendungen gegenüber Spielen stärker in den Fokus rücken. Laut House habe Sony diese Bereiche zwar im Blickfeld, doch zunächst läge der Fokus der Japaner ganz klar auf Spielen: „Im ersten Schritt sind es wahrscheinlich begeisterte Spieler, die eine neue Erfahrung suchen. Ich glaube, dass wir uns in der ersten Phase auf sehr kurze, aber sehr intensive VR-Erfahrungen konzentrieren sollten – ich benutze gerne die Analogie einer Attraktion im Vergnügungspark. Das ist etwas, das macht man für zehn oder 15 Minuten und sagt danach ‘Wow, das war fantastisch’. Diese kurzen Erfahrungen, die auch in der Entwicklung nicht besonders teuer sein müssen, können sehr magisch und aufregend sein.”

House sieht daher gerade im VR-Bereich eine Chance für unabhängige Entwickler, die nicht von einem großen Publisher finanziert werden und die nur mit kleinen Budgets arbeiten. „Ich denke, Indie-Entwickler können innerhalb des VR-Lebenszyklus eher erfolgreich sein als auf einer Konsole”, erklärt House dem Guardian.

Zukünftig sieht der Sony-Chef dann auch andere Inhalte wie Apps, Sport, Filme und Musik für Playstation VR stärker im Vordergrund. Allerdings müssten dafür laut House gerade bei der Produktion von 360-Filmen technisch noch viele Hürden genommen werden: “Für qualitativ hochwertige, mit einer Kamera gefilmte 360-Inhalte muss meines Erachtens die Produktion noch deutlich verbessert werden, bevor wir an einen Punkt kommen, dass diese Inhalte auch für die Prime Time geignet sind. Aber ich glaube, dass Sony in diesem Bereich sehr viel von den verschiedenen Bereichen im Unternehmen profitieren kann.” Das vollständige Interview mit House gibt es hier.

| SOURCE: The Guardian
| FEATURED IMAGE: Sony (Screenshot bei YouTube)