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Playstation VR: In Zukunft auch für PCs?

von Matthias Bastian28. März 2016

Von wegen “freundlicher Wettbewerb”: Sonys Masayasu Ito spricht öffentlich darüber, dass Playstation VR in Zukunft auch mit anderen Plattformen kompatibel sein könnte. Zum Beispiel mit dem PC.

Denn der VR-Brille dürfte es relativ egal sein, woher die Bilder geliefert werden – ob vom PC, einer Sony-Konsole oder sogar von mobilen Endgeräten. Speziell zu einer eventuellen Kompatibilität mit dem PC stellt Masayasu Ito, Vizepräsident bei Sony Computer Entertainment und seit 2014 verantwortlich für das VR-Projekt, eine Lösung in Aussicht – wenn auch nicht in naher Zukunft. “Da die PS4 und PCs ohnehin sehr ähnliche Hardware haben, gibt es diese Möglichkeit”, sagt Ito zu Nikkei. “Aber im Moment konzentrieren wir uns nur auf Spiele und wir sind noch nicht soweit, dass wir etwas ankündigen könnten, aber ich würde schon sagen, dass es Erweiterungen in verschiedene Bereiche geben wird.” Die PS4-Hardware ist in erster Linie Spieleentwicklern bekannt und für das Entertainment gedacht. Möchte Sony die VR-Brille auch, wie von Ito angedeutet, für andere Einsatzzwecke vermarkten, beispielsweise Medizin oder Industrie, dann wäre ein Zusammenspiel mit herkömmlichen PCs Pflicht.

Ein weiterer Anlass für Itos Äußerungen könnte Sonys alternde PS4-Hardware sein, die gegenüber der brandneuen VR-Brille deutlich abfällt und nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist. Mit ein Grund, warum Sony wohl aller Voraussicht nach an einer leicht verbesserten “Playstation 4.5” arbeitet. VR-Spiele fordern die Hardware mit hohen Bildwiederholraten von mindestens 60 FPS besonders stark. Dazu passt auch Itos frühere Aussage, dass Sonys Virtual-Reality-Erlebnisse wohl nicht ganz auf Augenhöhe mit Oculus Rift oder HTC Vive sein werden: “Wenn man nur die High-End-Qualität betrachtet, dann gebe ich zu, dass Oculus möglicherweise bessere Virtual Reality anbietet”, sagte Ito dem US-Magazin Polygon. Laut ihm sind aber “bezahlbar” und “komfortabel” die beiden wichtigsten Erfolgskriterien für eine Virtual-Reality-Brille – Playstation VR wurde für den Erfolg im Massenmarkt optimiert, nicht für maximale Qualität. Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage zeigt, dass viele Entwickler sich zukünftig verstärkt auf Sonys-Plattform fokussieren wollen.

Die VR-Brille erscheint im kommenden Oktober und kostet 399 Euro, allerdings fallen für eine PS4-Kamera und die 3D-Controller zusätzlich rund 100 Euro an. Preislich unterbietet Playstation VR aber dennoch die Konkurrenz von Oculus (699 Euro) und HTC Vive (899 Euro) deutlich. Insbesondere das RGB-OLED-Display sowie der hohe Tragekomfort sind Highlights der Sony-Brille, das Trackingsystem und die 3D-Controller Move fallen gegenüber der Konkurrenz qualitativ aber deutlich ab. Sollte Playstation VR tatsächlich für den PC erscheinen, wäre die VR-Brille bei einem deutlichen Preisunterschied wohl eine ernstzunehmende Konkurrenz für Oculus Rift und Co. Vorbestellungen werden aktuell vom Einzelhandel und Amazon Deutschland angenommen.

Letzte Aktualisierung am 4.12.2016 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

| SOURCE: Nikkei VIA Destructoid
| FEATURED IMAGE: Sony (Screenshot bei YouTube)