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Playstation VR kann nicht nur Virtual Reality, läuft via HDMI als TV-Ersatz

von Matthias Bastian14. Oktober 2016

Mittels HDMI lässt sich Sonys VR-Brille Playstation VR mit zahlreichen Endgeräten verkabeln und gibt ein 2D-Bild aus. Mit Virtual Reality hat das (vorerst) wenig zu tun, ist aber dennoch ein praktisches Feature.

Das Online-Magazin Arstechnica ist einigen Hinweisen bei Reddit nachgegangen, laut denen Sonys VR-Brille mit einer Xbox oder Nintendos WiiU-Konsole läuft. Und das Gerücht bestätigt sich – wenn auch nicht ganz so, wie man sich das erhoffen mag.

Tatsächlich startet der integrierte 2D-Kinomodus der VR-Brille, wenn man eine andere Spielekonsole oder einen beliebigen Videoplayer via HDMI an die Prozessorbox der Sony-Brille anschließt. Ein Windows-Desktop wurde ebenfalls erfolgreich in die VR-Brille übertragen.

Playstation VR gibt beliebige Videosignale auf einer virtuellen 2D-Leinwand aus

Der Kinomodus ist ein Feature, das eigentlich dafür gedacht ist, normale PS4-Spiele oder 2D-Videos ebenfalls in der VR-Brille ansehen zu können. Das Bild erscheint auf einem bis zu fünf Meter breiten Display aus circa 2,5 Meter Entfernung.

Das funktioniert mit anderen Quellen als der PS4, da der Kinomodus direkt in der Prozessorbox integriert ist und nicht in der Konsole. Offenbar unterscheidet die Zusatzhardware nicht, aus welcher Quelle ein Signal kommt und reicht das Bild an die VR-Brille sowie einen extern angeschlossenen Monitor weiter.

Eine spürbare Latenz konnten die Tester nicht wahrnehmen. Natürlich leidet die Bildqualität ein wenig, weil die Auflösung der VR-Brille etwas geringer ist als die der meisten TVs. Außerdem muss man auf das Headtracking verzichten, da die PS4-Kamera nicht parallel läuft.

Mit echten Virtual-Reality-Erlebnissen hat diese Nutzung der Sony-Brille wenig zu tun, aber immerhin wird PSVR so zu einem potenziellen TV-Ersatz und ist nicht auf Sonys VR-Anwendungen und Hardware beschränkt.

Spannend ist die Frage, ob es Hackern gelingen könnte, Playstation VR inklusive VR-Funktion mit dem PC lauffähig zu machen. Zwar sprach ein Sony-Vertreter in der Vergangenheit schon laut davon, dass PCs zukünftig unterstützt werden könnten. Aber ein offizieller Support dürfte noch in weiter Ferne liegen – sofern er überhaupt jemals kommt. Findige Entwickler könnten den Prozess beschleunigen.

| Featured Image: Sony  | Source: Arstechnica