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Playstation VR: Launch erst im Herbst 2016? *Update*

von Matthias Bastian16. Februar 2016

Update von 17. Februar:

Auf Rückfrage des US-Onlinemagazins “Gameinformer” antwortete ein Vertreter von Sony via E-Mail: “Gamestop hat nur spekuliert und wir haben noch keine Details über das Launch-Timing bekanntgegeben.” Das stimmt aber nur begrenzt, denn bisher gab Sony sehr wohl das “erste Halbjahr 2016” als Releasefenster für die VR-Brille an. Eine Bestätigung dieses Plans klingt anders. Zumindest legt Sony mit dem Statement nahe, dass Gamestop-CEO Paul Raines keine speziellen Insiderinformationen zum Launchdatum von Playstation VR hat. (VIA: Gameinformer)

Ursprünglicher Artikel:

Paul Raines, CEO von Gamestop, der weltweit größten Einzelhandelskette für Computerspiele, spricht in einem TV-Interview mit dem US-Sender Fox über die neuen Virtual-Reality-Produkte. Dabei verrät er, dass Gamestop die Sony VR-Brille “Playstation VR” erst ab Herbst dieses Jahres anbieten wird.

“Wir bereiten uns gerade auf den Launch der wichtigsten VR-Brillen vor”, sagt Raines. Neben Sony sei man auch mit Oculus VR und HTC in Gesprächen, um die VR-Brillen im eigenen Ladengeschäft zu vertreiben. Die Größe des kommenden Marktes wollte Raines nicht selbst einschätzen, verweist auf diverse Analysen, die ein Marktvolumen im Milliardenbereich prognostizieren. “Laut einem Report von Goldman Sachs soll der Virtual-Reality-Sektor bis 2025 rund 80 Milliarden US-Dollar wert sein. Das ist ein großer Launch und wir machen uns dafür bereit, das Sony-Produkt ab Herbst zu verkaufen und wir diskutieren auch mit den anderen beiden Herstellern”, sagt Raines den TV-Journalisten von Fox. Die VR-Brillen der Mitbewerber Oculus VR und HTC erscheinen bereits ab März, bisher sind keine konkreten Pläne über den Vertrieb im Einzelhandel bekannt. Oculus VR nimmt Vorbestellungen nur über die eigenen Webseite entgegen.

Die Aussage von Raines bedeutet zwar nicht zwingend, dass Playstation VR tatsächlich erst flächendeckend im Herbst launcht, macht dies aber sehr wahrscheinlich. Einen direkten Vertrieb vorab wie bei Oculus VR oder HTC wird es bei Sony nicht geben. Auch dass Sony den Online-Handel wie Amazon bevorzugt behandelt, ist unwahrscheinlich, da das die Verhandlungen mit dem stationären Einzelhandel anschließend deutlich erschweren könnte.

Der Einzelhandel ist beim Thema Virtual Reality wieder ein wichtiger Partner

Verlor der Einzelhandel auf den Online-Handel dank dem zunehmenden Vertrieb von digitalen Spielen in den letzten Jahren deutlich an Boden, hat er beim Thema Virtual Reality möglicherweise die Nase wieder vorne. Denn wenn es um VR-Spiele geht, wird die Ladenfläche plötzlich wieder zu einem wichtigen Marketinginstrument. Um Kunden von den zum Teil großen Investitionen in Virtual-Reality-Hardware zu überzeugen, muss man ihnen die Gelegenheit geben, das neue Medium auszuprobieren. Das Gefühl der Präsenz in der virtuellen Welt, ein klares Alleinstellungsmerkmal gegenüber herkömmlichen Spielerlebnissen, lässt sich mit Videos und Screenshots nur schlecht vermarkten. Für eben diese Präsentationen sind Sony, Oculus VR und auch HTC zumindest kurz-bis mittelfristig dringend auf die Ladenfläche bei Gamestop und Co. angewiesen, um den Vertrieb der neuen VR-Brillen anzukurbeln.

Das weiß auch Oculus-Rift-Erfinder Palmer Luckey und kündigte Anfang Januar 2016 an, dass man ab April mit ausgewählten Partnern aus dem US-Einzelhandel kooperieren will, um möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, die VR-Brille Oculus Rift auszuprobieren. Ob und ab wann man Oculus Rift und Co. auch im deutschen Einzehandel oder in Online-Shops kaufen kann, ist noch nicht raus. Zumindest Amazon startete bereits ein allgemeines Infoportal zum Thema Virtual Reality; die Informationen, die dort zu den Releaseplänen hinterlegt sind, sind allerdings nicht mehr aktuell. Das deutet zumindest daraufhin, dass der Vertrieb über den Online-Shop nicht unmittelbar bevorsteht.

| VIA: VR Scout
| FEATURED IMAGE: Sony