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Playstation VR: Laut CEO bereits Hunderttausende Exemplare verkauft

von Tomislav Bezmalinovic14. Oktober 2016

Laut Jim Ryan, der Sonys europäische Gamingsparte leitet, bewegen sich die Verkäufe zum Launch von Playstation VR im Bereich von mehreren hunderttausend Einheiten.

Damit dürfte Sony bereits zum Start eine größere Anzahl VR-Systeme verkauft haben als die Konkurrenz von Oculus VR und HTC, die ihre Produkte bereits im Frühling dieses Jahres auf den Markt brachten. Gestern ließ HTC verlauten, dass bisher 140.000 Vive-Brillen verkauft wurden, während sich Oculus VR immer noch bedeckt hält, was Verkaufszahlen angeht. Die Verkäufe dürften sich aber in einer ähnlichen Größenordnung bewegen.

Dass Sony schneller verkauft als der Wettbewerb, war schon im Vorfeld abzusehen, besitzen doch mehr als 45 Millionen Menschen bereits eine Playstation 4. Zum Vergleich: Laut einer Meldung von Nvidia von Anfang des Jahres sind nur 13 Millionen Rechner im Umlauf, die genug Leistung haben, um VR-Anwendungen zu befeuern. Oculus VR ist deshalb bemüht, die Mindestanforderungen möglichst gering zu halten. So hat AMD einen PC für 499 US-Dollar vorgestellt, der Oculus zufolge VR-fähig sein soll.

Im Interview mit CNBC gab Jim Ryan weiter bekannt, dass Sony noch bis ins Jahr 2017 hinein die Produktion für Playstation VR erhöhen werde, um die große Nachfrage zu befriedigen. Bei Amazon Deutschland ist Playstation VR derzeit ausverkauft oder kann zumindest nicht geordert werden. Bei Amazon UK und Amazon Frankreich konnte die VR-Brille Ende September noch bestellt werden und wurde – entgegen anderslautender Prognosen – ohne Wartezeit und pünktlich zum Launch geliefert.

Games-Analyst Michael Pachter geht davon aus, dass Sony bereits an jeder verkauften VR-Brille Geld verdient. Auch gibt es keine unmittelbare Konkurrenz auf dem Konsolenmarkt. Dass Spieler die neue Technologie nachhaltig annehmen und positiv darüber sprechen, ist für die Japaner daher vorerst sicher wichtiger als ein möglichst schneller Abverkauf. Dennoch ist die Plattform für Entwickler langfristig nur attraktiv, wenn genügend Abnehmer für ihre Software vorhanden sind.